Sauerland kommt nicht zur Loveparade-Trauerfeier

Der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) kommt nicht zur offiziellen Jahres-Gedenkfeier der Loveparade-Katastrophe. Der Oberbürgermeister wisse, dass es Hinterbliebene gebe, die eine Begegnung mit ihm nicht wünschten, sagte Sauerlands Sprecher Josip Sosic. Wenn Sauerland von den Betroffenen kein klares Signal zum Kommen erhalte, werde er zum Festakt und dem anschließenden Gedenken am abgesperrten Tunnel auch nicht erscheinen. Sosic bestätigte damit Berichte der 'WAZ'- Mediengruppe und 'Rheinische Post'.

An dem Tunnel waren bei der Loveparade vor einem Jahr 21 Menschen in einem Massengedränge gestorben. Sauerland wird für die Genehmigung der Techno-Party auf einem völlig ungeeigneten Gelände politisch verantwortlich gemacht. Duisburger Bürger sammeln Unterschriften für ein Abwahlbegehren, nachdem ein Abwahlantrag im Duisburger Rat 2010 an den CDU-Stimmen gescheitert war. Zum Jahresgedenken gibt es am 24. Juli eine Trauerfeier im Duisburger Fußballstadion, die von der NRW-Staatskanzlei und der evangelischen Kirche organisiert wird.