Sauerland-Abwahl nach Loveparade wenig wahrscheinlich

14. Februar 2016 - 15:06 Uhr

Sechs Wochen nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten stehen die Zeichen für Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) auf Amtserhalt. In einer ersten Ratssitzung nach dem Unglück stärkte vor allem die CDU Sauerland den Rücken. Auch aus den Reihen der Grünen wurde geraten, erst strafrechtliche Ermittlungen abzuwarten.

Zwar forderte eine Mehrheit den Oberbürgermeister in einer Resolution auf, politische und moralische Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten. Doch für eine Zweidrittelmehrheit dürfte es nach diesem Stimmungstest beim eigentlichen Abwahlverfahren am 13. September nicht reichen. Lediglich SPD, FDP und Linke fordern derzeit konsequent Sauerlands Rücktritt.

Sauerland hat bislang jede Verantwortung der Stadtverwaltung für das Unglück zurückgewiesen und einen Rücktritt abgelehnt. Während der Sitzung äußerte er sich nicht.