Jungen sollen bald aus Kriegsland ausgeflogen werden

Saudi-arabische Ärzte wollen siamesische Zwillinge aus dem Jemen operieren

11. Februar 2019 - 10:39 Uhr

Arzt hatte um Behandlung im Ausland gebeten

Vor zehn Tagen sind die siamesischen Zwillinge im Jemen auf die Welt gekommen. Die Jungen sind von der Hüfte abwärts zusammengewachsen. Ein Arzt hatte an die UN appelliert und um eine dringende Behandlung im Ausland gebeten. Seinem Team fehle die nötige Ausrüstung, um sie trennen zu können. Nun sollen die Neugeborenen nach Saudi-Arabien geflogen werden. Dort wird sich ein Ärzteteam um die Behandlung der Brüder kümmern. 

Die Babys sollen aus der Hauptstadt Sanaa ausgeflogen werden

Wenn Abdul Khaleq und Abdul Rahim nicht aus der Stadt ausgeflogen werden, überleben sie nicht. Der Grund: Das Gesundheitssystem ist durch den jahrelangen Bürgerkrieg zusammengebrochen. Das meldeten saudiarabische Medien unter Berufung auf Ex-Gesundheitsminister Abdallah al-Rabia, der selbst Arzt ist.

Die siamesischen Zwillinge haben zwar getrennte Köpfe, Lungen, Herzen und Verdauungssysteme, doch sie teilen sich eine Leber, sowie zwei Nieren, zwei Beine und zwei Arme. Die Zwillinge befinden sich zur Zeit noch in einem Krankenhaus in der Haupstadt Sanaa, die unter Kontrolle der Huthi-Rebellen steht. Jemens Luftraum kontrollieren Saudi-Arabien und seine Verbündeten. Nach UN-Angaben kamen in dem seit 2015 andauernden Konflikt mehr als 10.000 Menschen ums Leben.