Saudi-Arabien verhaftet 93 Terrorverdächtige

29. April 2015 - 13:50 Uhr

Anschläge auf öffentliche Gebäude waren in Planung

Saudi-Arabien hat die Verhaftung von insgesamt 93 Terrorverdächtigen bekanntgegeben. Der Großteil von ihnen soll der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angehören, erklärte der Sprecher des Innenministeriums, Mansur al-Turki, vor der Presse in Riad. Sie hätten Anschläge auf öffentliche Bauten, Wohnanlagen und Personen aus dem Sicherheitsapparat geplant, fügte er hinzu. Zwei weitere Terror-Verdächtige wollten demnach einen Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in Riad verüben.

Die Verhaftungen erfolgten nach den Angaben des Sprechers in der Zeit zwischen Dezember 2014 und März dieses Jahres. Anfang des Monats waren bei einem Anschlag in Riad zwei Polizisten getötet worden. Es war der erste Terrorakt, den die saudischen Behörden dem IS zuschrieben. Die Terrormiliz kontrolliert weite Gebiete in Syrien und im Irak, der an Saudi-Arabien grenzt.

Frühere Anschläge in Saudi-Arabien, darunter auf ein Wohnheim für Ausländer in der Ölstadt Chobar im Jahr 2004 mit 22 Toten, gingen auf das Konto von Osama bin Ladens Terrornetz Al-Kaida. Nach vielen Verhaftungen in Saudi-Arabien und der Tötung Bin Ladens, des Sohns eines saudischen Milliardärs, durch ein US-Kommando in Pakistan 2011 war Al-Kaida im islamischen Königreich praktisch nicht mehr präsent.

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