Diese Reinigungsmittel sind günstige Allrounder

Sauber machen UND sparen! Expertin: 3 Produkte reichen für die ganze Wohnung

Frau putzt die Küche
Drei verschiedene Reinigungsmittel - mehr braucht es nicht, um die ganze Wohnung strahlend sauber zu bekommen.
Polina Lebed, iStockphoto

Eigentlich braucht es gar nicht viel, damit das Zuhause sauber bleibt. Drei Produkte reichen hier laut Nachhaltigkeits-Expertin Caroline Golly völlig aus.

Diese drei Produkte reichen für einen nachhaltigen Haushalt

  • Ein Handspülmittel fürs Geschirr, aber stark verdünnt auch für Oberflächen
  • Soda oder Natron gegen hartnäckige Fettablagerungen
  • Essig- oder Zitronenreiniger bzw. Essigessenz zum Verdünnen (Vorsicht bei säureempfindlichen Oberflächen wie Marmorarbeitsplatten oder -fensterbänken oder Zementfliesen)

So gelangen weniger Chemikalien ins Abwasser und wir sparen auch noch Geld. Caroline Golly sieht noch einen Vorteil bei der Reduktion der Putzmittel: „Wenn wir so viele Putzmittel haben, haben wir auch jede Menge Plastik im Haushalt.“ Das wollen wir natürlich vermeiden. Golly weist darauf hin, dass es zum Beispiel bei Essigessenz durchaus nicht nur Plastikflaschen gibt, sondern alternativ auch welche aus Glas.

Reinigungsmittel & Co. einfach selbst machen: So geht's

Rezepte für Putzmittel
Viele Putzmittel lassen sich günstig selbst machen.
RTli/Jolanda-Tiana Ost

Viele Reinigungsmittel lassen sich ganz leicht selbst herstellen. Wir haben fünf Putztipps zusammengestellt und zeigen, wie leicht Nachhaltigkeit im Haushalt sein kann und an welchen Stellen wir damit bares Geld sparen können.

Wunderspray gegen Flecken selbst machen

Ein Wunderspray gegen Schmutz und Flecken - und das auch noch nachhaltig und kostenlos? Mit fünf simplen Zutaten kann man ein universell einsetzbares Reinigungsspray ganz einfach selbst herstellen.

Zitronensaft als Anti-Kalk-Mittel

Mit Zitronensaft verschwinden lästige Kalkrückstände auch aus Teekannen. Dazu muss Zitronensaft mit ein wenig Salz gemischt und in die Kanne gegeben werden. Zwei Minuten lang kräftig schütteln - und die Kanne ist wieder strahlend sauber. Mit dem Saft einer Zitrone und zwei Esslöffeln Salz lässt sich außerdem eine natürliche, günstige Scheuermilch für Elektrogeräte mischen.

Backpulver als Putzmittel einsetzen

Mit Backpulver wird nicht nur der Kuchen schön fluffig, es ist auch im Haushalt ein ziemlich gutes Helferlein. Verkrustete und angebrannte Töpfe etwa lassen sich mit Backpulver säubern. Außerdem vertreibt es schlechte Gerüche aus dem Kühlschrank. Auch Fettflecken gehen mit dem Wundermittel weg - und sogar Silber wird mit Backpulver blitzeblank.

Mikrowelle und Co. mit Essig säubern

Auch Essig ist im Haushalt eine echte Wunderwaffe. Mit ihm lassen sich wunderbar Kalkflecken entfernen und auch Fettflecken gehen mit Essig weg, wenn man ihn mit ein wenig Backpulver mischt. Auch die Mikrowelle sieht nach einer Behandlung mit Essigessenz wieder aus wie neu. Da braucht man gar keinen Mikrowellenreiniger zu kaufen!

​Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie 

Eine perfekte Alternative zu Frischhaltefolie, die nach einmaliger Benutzung im Müll landet, sind wiederverwendbare Bienenwachstücher. Diese kann man kaufen, aber auch mit Spaß selbst machen. In der Videoanleitung zeigen wir Ihnen, wie die DIY-Bienenwachstücher gemacht werden.

Weniger Putzmittel verbrauchen, mehr Geld sparen

Waschmittel, Waschmaschine
Viel hilft viel? Das gilt nicht für Waschmittel!
Andrey Popov, iStockphoto

Saugglocken statt Abflussreiniger

Verwenden Sie Bürsten oder Saugglocken statt Chemie-Abflussreiniger, um Haare und Seifenreste aus Abflüssen zu entfernen. Chlorhaltige Sanitär- und WC-Reiniger sind besonders umweltschädlich, laut Umweltbundesamt sollte man auf diese ganz verzichten.

Einen günstigen Abflussreiniger kann man mit Waschsoda auch selbst herstellen: Geben Sie dazu vier Esslöffel Waschsoda in eine halbe Tasse weißen Essig. Damit kann man nicht nur Abflüsse, sondern auch Backbleche, Öfen und Blumenvasen reinigen und Flecken entfernen.

Dusche nach dem Duschen abtrocknen

Wenn man mit dem Duschen fertig ist, sollte man die Fliesen abziehen und die Armaturen trocken wischen. So bleibt weniger Feuchtigkeit im Bad und es können sich weniger Schimmel und Bakterien bilden, da diese zum Wachsen Feuchtigkeit brauchen.

Keine Reinigungsmittel verwenden, die mit einem Gefahrstoffzeichen gekennzeichnet sind! Umweltschonende Reinigungsmittel tragen die Umweltzeichen „Blauer Engel” oder „Euroblume”.

An die Dosieranleitung halten

Oft werden Wasch- und Putzmittel viel zu hoch dosiert. Das ist nicht nur umweltschädlich, sondern auch teuer. Schauen Sie also genau, welche Mengen in den Dosierangaben empfohlen werden, und halten sie sich daran. Konzentrate halten übrigens länger und sparen Verpackungsmüll ein.

Kleine Verschmutzungen direkt entfernen

Wischen Sie kleine Schmutzflecken, die etwa in der Küche entstehen, am besten direkt weg. Dann trocknen sie nicht ein und es wird kein Putzmittel nötig, um sie später mühsam wegzuschrubben.

Teure Einweg-Putzutensilien vermeiden

Für Nachhaltigkeit im Haushalt sollte auf so viele Einweg-Materialien wie möglich verzichtet werden. Die beliebten Einweg-Staubtücher und auch die praktischen feuchten Allzwecktücher sind pure Verschwendung, alles andere als nachhaltig und dazu im Vergleich auch richtig teuer.

Nutzen Sie stattdessen wiederverwendbare Materialien! Putzen Sie mit waschbarem Putz- und Mikrofasertüchern, Stoffhandtüchern und Wischmopps, die man danach in der Waschmaschine reinigen kann.