Sara Duncans Kampf gegen den Brustkrebs

In Deutschland erkranken pro fast 60.000 Frauen an Brustkrebs.
In Deutschland erkranken pro fast 60.000 Frauen an Brustkrebs.

04. Juli 2018 - 14:30 Uhr

Filme sollen anderen Familien Mut machen

Brustkrebs - die Diagnose ist für die meisten Frauen niederschmetternd. Doch die Britin Sara Duncan hat einen ganz eigenen Weg gefunden, mit der Krankheit umzugehen: Sie bezieht ihre Kinder ganz aktiv und spielerisch in ihre Krankheit ein, hat das mit der Videokamera dokumentiert - und für alle Welt ins Netz gestellt. Der Film soll anderen Familien Mut machen.

Niemand weiß, wie lange Sara noch leben wird - deshalb versucht sie ihrer Tochter Lola und dem kleinen Finn die Angst zu nehmen, indem sie ihnen zeigt, was mit ihr passiert. Im englischen Frühstücksfernsehen hat Sara ihre ganz persönliche Geschichte erzählt. Sie dokumentiert alles mit einer Videokamera und stellt den Film ins Netz.

Aber ist das der richtige Weg? Was soll man Kindern zumuten, was besser verschweigen? "Die Kinder brauchen unbedingt eine Erklärung für die Erkrankung und die Behandlung. Sie brauchen zum Beispiel den Namen der Erkrankung, damit sie dieses Wort von den Eltern hören und nicht aus der Umgebung", sagt die Psychologin Sylvia Broekmann. Es ist wichtig, Kinder ab dem 5. Lebensjahr so früh wie möglich ehrlich zu informieren, ansonsten ist das Vertrauensverhältnis zu den Eltern schnell zerstört. Fragen sollten immer beantwortet werden.

Die Reaktionen auf Sara Duncans Videos waren gewaltig. Menschen aus aller Welt machten der sterbenskranken Mutter per E-Mail Mut. Jede nette Zeile gibt Sara Kraft gegen die Krankheit zu kämpfen.