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Samuraiwespe erstmals in Deutschland nachgewiesen

Die Samuraiwespe wurde erstmals in Deutschland nachgewiesen.
Die Samuraiwespe wurde erstmals in Deutschland nachgewiesen.
© dpa, Klaus Schrameyer, bwe

06. Oktober 2020 - 15:28 Uhr

Samuraiwespe vs. Stinkwanze

Sie klingt wie ein Superheld aus alten Comic-Büchern, dabei ist sie ganz neu – zumindest bei uns in Deutschland: die Samuraiwespe. Experten ist bei Heidelberg nach eigenen Angaben der deutschlandweit erste Nachweis des Insekts gelungen. Was bedrohlich klingt, ist aber vor allem für Landwirte eine gute Nachricht, wie das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe erklärt. Denn: Die nur zwei Millimeter große Schlupfwespe sei ein natürlicher Gegenspieler der Marmorierten Baumwanze, die den Obst- und Gemüsebau massiv bedroht und auch als Stinkwanze bekannt ist.

Stinkwanze schadet Pflanzen

Die Wanze sauge an Blättern und Früchten von mehr als 300 Pflanzenarten und richte so große Schäden an, teilte die Landesanstalt weiter mit. 2019 habe sie beispielsweise in Südtirol für Ernteverluste von mehr als 500 Millionen Euro gesorgt. In Deutschland sind demnach vor allem Südbaden und die Bodenseeregion betroffen.

Der aus China stammende Schädling wurde den Angaben nach wohl 2004 nach Europa eingeschleppt. Im Gegensatz zu Europa gibt es in Asien aber mehrere Gegenspieler, die die Wanze in Schach halten. Die Karlsruher Experten wollen nun erforschen, wie die Samuraiwespe in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden kann.

Stinkwanzen loswerden: So klappt's!

Bis es so weit ist, gibt es auch einige Hausmittel, die effektiv gegen Stinkwanzen helfen. Welche das sind, lesen Sie hier.

Quelle: DPA/RTL.de