Samsung Pay in Deutschland gestartet

Das müssen Galaxy-Nutzer jetzt wissen

28. Oktober 2020 - 13:04 Uhr

Im Video: Für wen sich Samsung Pay lohnt

Samsung steigt in Deutschland in das wachsende Geschäft mit kontaktlosem Bezahlen ein. Der Service "Samsung Pay" ist am 28. Oktober gestartet. RTL-Verbraucherexperte Torsten Knippertz erklärt im Video, für wenn sich Samsung Pay lohnt und mit welchen Nachteilen Nutzer rechnen müssen.

Samsung Pay mit fast jedem deutschen Bankkonto möglich

Dabei kooperiert der Smartphone-Hersteller nicht wie Apple oder Google mit mehreren Banken direkt, sondern wickelt sämtliche Zahlungen über virtuelle Visa-Debitkarten der Solarisbank ab. Die Beträge werden dann durch das Berliner Start-up von den Bankkonten der Kunden abgebucht. Der neue Dienst lasse sich mit nahezu jedem deutschen Bankkonto verknüpfen, so Samsung-Manager Thorsten Böker.

Samsung tritt mit seinem eigenen Bezahldienst vor allem gegen Google Pay an, weil der Bezahlservice des US-Konzerns auch auf Smartphones von Samsung verfügbar ist. Der größere Smartphone-Bezahldienst, Apple Pay, läuft dagegen nur auf Apple-Geräten. Google kooperiert in Deutschland mit einigen Banken, bietet aber auch PayPal als Abrechnungsmethode an, so dass quasi alle Bankkunden in Deutschland den Dienst nutzen können. Bei Samsung Pay übernimmt die Solarisbank diese Funktion.

Mit dieser Vorgehensweise umgeht Samsung die etablierten Banken in Deutschland, weil die Hausbanken der Kunden nicht von den Transaktionsgebühren profitieren, die der Händler zahlen muss. Experten gehen davon aus, dass sich das Berliner Whitelabel-Fintech Solarisbank und Samsung die übliche Interchange-Gebühr in Höhe von 0,2 Prozent je Transaktion aufteilen. Für die Verbraucher fallen dabei keine Gebühren an.

Mit Splitpay auch Zahlung in Raten möglich - für einen hohen Zinssatz

Um Samsung Pay mit einem persönlichen Bankkonto zu verbinden, verwende die Solarisbank ein neuartiges und simples Kunden-Identifizierungsverfahren, das ohne Videoidentifikation oder einen Filialbesuch auskomme, hieß es. Der Nutzer identifiziert sich über die Kontonummer (IBAN) seiner Hausbank und überweist als Beleg einen kleinen Cent-Betrag. Außerdem muss er noch eine "Qualifizierte elektronische Signatur" leisten. Der eigentliche Bezahlvorgang läuft dann ähnlich wie bei Google oder Apple ab.

Samsung und die Solarisbank führen mit Samsung Pay auch einen Ratenzahlungsdienst mit dem Namen "Splitpay" ein. Für Zahlungsbeträge von 100 Euro oder mehr könnten Kunden diese mit Laufzeiten zwischen drei und 24 Monaten in Raten finanzieren lassen, sagte Krishna Chandran, Managing Director Lending bei der Solarisbank AG. Der dafür fällige Zinssatz von 12 Prozent ist vergleichsweise hoch: Deutschlands Banken verlangen nach einer aktuellen Erhebung des Internetportals Check24 im Schnitt 9,79 Prozent für das Überziehen des Girokontos im vereinbarten Rahmen (Dispozins).

Auf diesen Smartphones läuft Samsung Pay

Die Samsung Pay App funktioniert auf Samsung Smartphones mit deutscher Anbieter-Softwareversion ab dem Galaxy S8, Galaxy Note8 und Galaxy A6 (2018) sowie dem XCover Pro. Ausgenommen sind Modelle der Galaxy J-Serie und Galaxy M-Serie sowie gerootete Geräte. 

Mit "Happy Payday Aktion" bis zu 200 Euro aufs neue Samsung Pay-Konto

Samsung bietet jetzt mit der "Happy Payday Aktion" einen kleinen Anreiz, kontaktlos zu bezahlen. Beim Kauf eines teilnehmenden Samsung Galaxy Smartphones im Zeitraum vom 28. Oktober bis zum 18. November, können Kunden sich ein Samsung Pay Guthaben von bis zu 200 Euro sichern. Bis zum 13. Dezember können sie sich dafür registrieren und das Guthaben direkt mit ihrem Samsung Pay Konto nutzen.

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Quelle: DPA / RTL.de