Sammer: "Watzke weckt niedere Instinkte"

Kann mit der Kritik vom BVB nichts anfangen: Matthias Sammer
Kann mit der Kritik vom BVB nichts anfangen: Matthias Sammer
© imago/Ulmer, imago sportfotodienst

15. Mai 2014 - 13:47 Uhr

Nach der Kritik von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke an der Arbeitsweise des FC Bayern hat Sportvorstand Matthias Sammer nun auf seine eigene Art und Weise gekontert.

"Ich kenne Aki Watzke sehr, sehr lange. Seine Aussagen haben für mich ganz klar einen strategischen Hintergrund. Sie sollten Klischees bedienen und die niederen Instinkte der Menschen wecken. Das habe ich registriert", sagte der 46-Jährige in der 'Bild am Sonntag'.

Watzke hatte den Bayern vorgeworfen, sie würden "Borussia Dortmund zerstören" wollen. Als Grund dafür nannte er vor allem die Verpflichtungen von Mario Götze und Robert Lewandowski.

Sammer sieht sich durch solche Aussagen in seiner Arbeit bestätigt. "Die Strategie von Borussia Dortmund war vor der Saison meines Erachtens, nicht über Bayern München zu reden. Das konnten sie nicht lange einhalten. Das Spiel wird manchmal auf dem Spielfeld und manchmal auch neben dem Spielfeld gespielt. Das akzeptieren wir. Aber wir achten sehr genau darauf, wer seine Linie behält – und wer nicht."

Der FC Bayern werde auch in Zukunft seinen Weg gehen und weiterhin Spieler aus der Bundesliga unter Vertrag nehmen. Sofern diese den Triplesieger verstärken. "Ich schließe im Interesse des FC Bayern grundsätzlich und generell gar nichts aus, egal für welchen Spieler, national oder international. Warum sollte ich auch? Weil ich das Beste für den Klub niemals ausschließen werde. Und wer zum Besten in Zukunft zählen wird, werdet ihr sehen."

Ob der Schalker Nationalspieler Julian Draxler in der kommenden Saison das Trikot der Bayern überstreifen werde, beantwortete Sammer gewohnt vielsagend. "Das ist aktuell nicht unser Thema." Ein Dementi klingt allerdings auch anders.