Sammer: Götze-Nominierung hat nur Vorteile

22. Oktober 2013 - 21:48 Uhr

Matthias Sammer hat Uli Hoeneß widersprochen und die Nominierung von Mario Götze für die WM-Qualifikationsspiele der Nationalmannschaft begrüßt. "Wenn wir die Nominierung als Nachteil gesehen hätten, hätten wir das Gespräch mit Jogi Löw gesucht. Aber wir sehen in der Nominierung von Mario nur Vorteile", sagte der Sportvorstand der Bayern der 'Bild'.

Mario Götze, Matthias Sammer, FC Bayern
Matthias Sammer (rechts) begrüßt die Berufung von Mario Götze in die DFB-Elf.
© dpa, Alexander Hassenstein

Genau wie in München würde auf Götze auch bei der DFB-Elf die volle Belastung im Training zu kommen. Zudem bestehe die Möglichkeit, dass der Mittelfeldspieler gegen Irland und in Schweden auf dem Platz steht, argumentiert Sammer: "Und insbesondere die Aussicht auf Spielminuten wäre in München für Mario ja gar nicht gegeben gewesen."

Zuvor hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß sein Unverständnis geäußert, Götze nach langer Verletzungspause für die beiden Länderspiele zu nominieren. Nach einem Gespräch zwischen Sammer, Bayern-Coach Pep Guardiola und Bundestrainer Löw konnten die Sorgen von Hoeneß aber zerstreut werden.

Sammer: "Götze tut Luftveränderung gut"

Die Anmerkung von Hoeneß sei richtig, so Sammer, "weil auch wir wollen, dass Mario hart trainiert, um wieder seinen optimalen Fitnesszustand zu erreichen. Man muss sehen, dass bei uns fast alle Spieler auf Länderspielreise sind und deswegen in München in den kommenden Tagen gar kein normaler Trainingsbetrieb möglich ist", sagte Sammer.

Bei den Bayern waren am Dienstag nur die Profis Rafinha, Tom Starke, Jan Kirchhoff und Diego Contento im Training. Götze wird bei der DFB-Auswahl zusätzlich zu den normalen Einheiten individuell mit den DFB-Fitnesstrainern arbeiten, "weil er es nach seiner Verletzungspause noch braucht. Außerdem glauben wir, dass Mario die Luftveränderung gut tun wird", so Sammer. Deswegen mache es "Sinn, dass er zur Nationalmannschaft geht. Hinzu kommt, dass Jogi Löw gesagt hat, dass er ihn braucht."

Für die Bayern durfte Götze, der monatelang zunächst wegen einer Muskel- und dann wegen einer Kapselverletzung pausieren musste, zuletzt nur bei zwei Kurzeinsätzen bei Manchester City (3:1) und in Leverkusen am Samstag (1:1) ran. Guardiola erklärte unlängst, dass der ehemalige Dortmunder "noch Zeit braucht". Und auch der 21-jährige Mittelfeldspieler beteuerte, er habe "noch nicht die Kraft für 90 Minuten".