An Gymnasium in Salzgitter

Nacktfotos von Kindern über Schülerhandys verbreitet

Über die Plattform Whatsapp soll das kinderpornografische Material verbreitet worden sein.
Über die Plattform Whatsapp soll das kinderpornografische Material verbreitet worden sein.
© imago/xim.gs, imago stock&people

18. November 2019 - 12:23 Uhr

Gymnasium am Fredenberg informierte sofort die Polizei

Es ist ein besorgniserregender Vorfall, der die Behörden in Salzgitter beschäftigt. Auf Smartphones von Schülern des Gymnasiums am Fredenberg sind Bilder und Videos gefunden worden, die als kinderpornografisch eingestuft werden. Die Schule hat den Fall umgehend der Polizei gemeldet, die bereits ermittelt.

Schnelle Verbreitung durch soziale Medien – teilweise bis in die fünfte Klasse

Einem Bericht der "Peiner Nachrichten" zufolge ist das Material über Whatsapp-Klassenchats verbreitet worden. Sexuelle Handlungen seien auf den Fotos und Videos nicht zu sehen. Allerdings gebe es einen Clip, der ein nacktes Kind und dessen Genitalien zeigt, erklärte Schulleiterin Verena Akkermann der Zeitung gegenüber.

Das Material soll von Video-Plattformen stammen. Vielen Schülern war offenbar nicht bewusst, dass es strafbar ist, es zu verbreiten. Teilweise fanden die Clips sogar den Weg auf Smartphones von Schülern in der fünften und sechsten Klasse. Ein Problem könnte sein, dass bei Whatsapp Bilder automatisch runtergeladen werden, sofern man diese Funktion nicht deaktiviert.

Minderjährige verschickten die Nacktfotos

Laut Polizeisprecher Matthias Pintak wurden diejenigen, die die Fotos und Videos verbreitet haben, bereits ausfindig gemacht. Sie sind nicht nur minderjährig, sondern auch unter 14 Jahre alt – womit sie strafunmündig sind. Im Zuge der Ermittlungen wird nun auch das Jugendamt eingeschaltet. Das Beunruhigende: Aus Polizeikreisen heißt es, dass Vorfälle dieser Art deutlich zunehmen. Eltern sollten sich mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Kinder dafür sensibilisieren.

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Gymnasium in Salzgitter hat vorbildlich gehandelt

Dass das Gymnasium den Vorfall bei der Polizei angezeigt hat, sieht die Polizei positiv. Das Verhalten sei sehr professionell gewesen, auch, weil sofort alle notwendigen Maßnahmen getroffen worden seien. Dazu gehört auch die Tatsache, dass die Eltern der Schule umgehend und eindringlich per Brief über das Thema informiert wurden.