Wegen Skandal-Militär-Jubel

Zwei Bundesligisten ergreifen Vorsorgemaßnahmen

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17. Oktober 2019 - 16:29 Uhr

Türkische Nationalelf wiederholt provokante Geste

Der Salut-Jubel der türkischen Nationalmannschaft beschäftigt weite Teile der Fußballwelt, ob Profi- oder AmateurbereichBeim 1:1 gegen Frankreich wiederholte die türkische Elf die umstrittene Geste. In der Bundesliga haben erste Vereine vorsorglich Maßnahmen ergriffen, damit es zu keinen Salut-Jubel-Gesten ihrer Spieler kommt.

Mainz und Bremen beziehen klare Positionen

Im Vorfeld des 8. Spieltages (Freitag, ab 20.30 Uhr im RTL.de-Liveticker) haben der FSV Mainz und Werder Bremen auf den jeweiligen Pressekonferenzen bekannt gegeben, mit ihren Profis das Thema "Salut-Jubel" besprochen zu haben. Beide Vereine betonten besonders, sich klar von Gewalt und Krieg abzugrenzen.

Die Mainzer treten am Samstag in Düsseldorf an. Sportvorstand Rouven Schröder stellte mit Blick auf die Diskussion klar, "dass wir die Spieler für eine solche Thematik sensibilisieren und darauf hinweisen, was da passiert ist." Im selben Zuge machte er auf den Verhaltenskodex der UEFA aufmerksam: "Wie die UEFA schon sagt, sind keine politischen Äußerungen zu tätigen und dafür stehen wir auch."

Werder-Sportchef Frank Baumann betonte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Hertha, dass Werder Bremen klar positioniert sei. Trainer Florian Kohfeldt fügte hinzu, dass er sich zum Thema ein Meinungsbild aus der Mannschaft geholt habe, nicht nur von den türkischstämmigen Spielern Nuri Sahin und Ömer Toprak. Aufgrund der Gespräche versicherte der Cheftrainer: "Ich kann auch solche Jubelszenen bei uns ausschließen."