Wenn es mehr als 100 Haare am Tag sind ...

Haarausfall im Herbst: Daran kann's liegen

Saisonaler Haarausfall hat verschiedene Gründe.
© iStock, Doucefleur

24. September 2020 - 13:19 Uhr

Saisonaler Haarausfall: Keine Seltenheit

Plötzlich hängen da gefühlt büschelweise Haare in der Bürste oder im Duschsieb. Da ist der Schock erstmal groß. Aber keine Panik! Diverse Studien bestätigen, dass es total normal ist, am Tag bis zu 100 Haare zu verlieren. Aber kommt es Ihnen manchmal nicht auch so vor, als würden noch viel mehr ausfallen? Und gerade im Herbst oder Frühling verstärkt? Das ist keine Einbildung, sondern ein knallharter Fakt. Wir erklären, was es mit dem saisonalen Haarausfall auf sich hat.

Menschlicher "Fellwechsel‘ führt zu Haarausfall

Wenn Tiere im Frühjahr ihr Winterfell verlieren und sich ein dünneres Sommerfell zulegen, findet bei ihnen der Fellwechsel statt. Das Gleiche passiert im Herbst, bloß umgekehrt. Ähnlich wie bei Hunden, Katzen oder Pferden bereitet sich auch unser Haupthaar auf den Wechsel in die neue Jahreszeit vor. Die Folge: Wir haben im Frühjahr und Herbst mehr Haarausfall als zu den anderen Jahreszeiten.

Video: 5 Tipps für schnelleres Haarwachstum

Langes, wallendes Haar wie Rapunzel: Wer will's nicht? Das Video erfahren Sie, wie Sie schnellst möglich zu einer prachtvollen Mähne kommen.

Die Haare schützen Ihren Kopf

Im Rahmen einer schwedischen Studie haben Forscher herausgefunden, dass sich unsere Haare etwa 90 Prozent des Jahres im ständigen Haarwachstum befinden. Die übrigen zehn Prozent der Zeit befindet sich das Haar in einer Art Ruhezustand, bevor es dann zum saisonalen Haarausfall kommt. Den höchsten Anteil an ruhenden Haaren haben Menschen im Juli, da hier die Sonneneinstrahlung besonders stark ist und das Kopfhaar uns vor starker Sonneneinstrahlung schützen soll.

Etwa 100 Tage später, was demnach der herbstlichen Jahreszeit entspricht, beginnen die Haare auszufallen. Denn nun ist die Sonne nicht mehr so intensiv wie im Sommer und der natürliche Sonnenschutz durch die Haare wird nicht mehr so stark benötigt. Somit kommt es zu einem erhöhten saisonalen Haarausfall im Herbst. Im Frühling ist es ähnlich, da sich das Haar hier für den bevorstehenden Sommer wieder erneuert.

HaarWECHSEL statt HaarAUSFALL

Wichtig ist, dass saisonaler Haarausfall keinen endgültigen Verlust der Haare bedeutet, da auf die ausgefallenen Haare neue, junge Haare folgen. Deshalb ist es eigentlich auch korrekter, von einem HaarWECHSEL statt von einem HaarAUSFALL zu sprechen.

Wenn der Haarausfall anhält

Anlass zur Sorge besteht erst dann, wenn sich die Haare nach dem Haarausfall stark ausdünnen, trotz intensiver Pflege durch Haaröl* sehr trocken sind und nicht nachwachsen. Dann können beispielweise Eisenmangel, Hormonschwankungen oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse daran schuld sein. Dies sollten Sie dann von einem Arzt untersuchen lassen.

Zehn Dinge, die sie gegen Haarausfall tun können, haben wir hier aufgelistet.

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