Sächsische Polizeipanzer: Umstrittenes SEK-Logo wird entfernt

Das Logo erinnerte viele an Nazi-Symbolik, darum wird es nun wieder entfernt.
Das Logo erinnerte viele an Nazi-Symbolik, darum wird es nun wieder entfernt.
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20. Dezember 2017 - 8:12 Uhr

Stickerei erinnerte viele an Nazi-Symbolik

Die Empörung über das Logo auf den Sitzen des neuen sächsischen Polizeipanzers war riesig. Die Stickerei erinnerte viele an Nazi-Symbolik. Jetzt verkündete das Landeskriminalamt in Dresden, dass die SEK-Logos von den Sitzbezügen entfernt werden sollen. Der Entschluss sei "unabhängig der laufenden öffentlichen Diskussion" getroffen worden, betonte LKA-Sprecher Tom Bernhardt.

SEK-Logo ist "kein Ausdruck rechter Gesinnung"

Das Logo sei zwar weder Ausdruck einer rechten Gesinnung noch "anderweitiger ideologischer Attitüden", erklärte Bernhardt, trotzdem wolle man den "in Teilen der Öffentlichkeit wahrgenommenen Kontext unter allen Umständen korrigieren".

Die Sitzpolster des neuen gepanzerten Einsatzfahrzeuges 'Survivor R' wurden mit einem Logo bestickt, dass das sächsische Spezialeinsatzkommando intern seit 1991 nutzt. Es zeigt das sächsische Wappen, das von einem Lorbeerkranz umrahmt ist und die Worte 'Spezialeinsatzkommando' und 'Sachsen' in einer Schrift, die stark an Frakturschrift erinnert. Die Druckschrift, auch 'deutsche Schrift' genannt, war zu Beginn des Nationalsozialismus noch sehr verbreitet.

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