Sachsen verzichtet aufs Vorziehen der Weihnachtsferien

Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
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07. Dezember 2021 - 14:10 Uhr

Dresden (dpa/sn) - Sachsen verzichtet trotz hoher Corona-Zahlen auf vorgezogene Weihnachtsferien für Kinder und Jugendliche. Der Schul- und Kitabetrieb soll unter den bekannten Hygieneregeln bis zu den regulären Weihnachtsferien weiterlaufen, teilte das Kultusministerium am Dienstag mit. Darauf habe sich die Regierung am Dienstag in den Eckpunkten zur neuen Schul- und Kita-Coronaverordnung verständigt. Die Weihnachtsferien beginnen in Sachsen regulär am 23. Dezember und enden am 2. Januar 2022.

"Es ist besser für Schülerinnen und Schüler und das Infektionsgeschehen insgesamt, wenn wir den Schulbetrieb unter strikten Hygieneregeln bis zu den regulären Weihnachtsferien aufrechterhalten", begründete Kultusminister Christian Piwarz (CDU) die Entscheidung. Die neue Schul- und Kita-Verordnung soll nach einer Anhörung Ende dieser Woche beschlossen werden.

Wegen der Pandemie ziehen einige Bundesländer die Weihnachtsferien vor. Zwischenzeitlich seien die Infektionszahlen an den sächsischen Schulen zurückgegangen, teilte das Ministerium in Dresden mit.

Laut Ministerium wurden in der Woche vom 29. November bis 5. Dezember 6451 Infektionen bei Schülern und 439 bei Lehrerinnen und Lehrern erfasst. In der Woche zuvor waren es 7761 beziehungsweise 591. Diese positive Entwicklung spiegele sich auch bei Schulschließungen wider. Zum 25. November wurden von den rund 1400 öffentlichen Schulen 121 wegen erhöhten Infektionsgeschehens zeitweise vollständig geschlossen. Am 3. Dezember waren noch 35 Schulen betroffen, an 172 Schulen wurde vorübergehend klassenweise nach Hause geschickt.

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Quelle: DPA