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Sachsen bekommt mehr als drei Milliarden Euro von der EU

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Sachsen bekommt mehr als drei Milliarden Euro von der EU

Sachsen bekommt in der laufenden Förderperiode von 2021 bis 2027 von der EU über drei Milliarden Euro Fördermittel. 2,5 Milliarden Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus). Hinzu kommen 645 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund (JTF), der die Umstrukturierung in den sächsischen Kohleregionen vorbereiten und unterstützen soll, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Freital mit. Ohne EU-Förderung sähe Sachsen anders aus, erklärte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD).

Die EU-Strukturfonds haben Sachsen in der Vergangenheit dabei geholfen, den Aufbauprozess nach der Neugründung des Freistaates seit 1990 erfolgreich zu gestalten und sich in manchen Wirtschaftsbereichen an die Spitze zu arbeiten, betonte Dulig. Man stehe nun vor enormen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen, auf die der Krieg in der Ukraine noch zusätzlich wie ein Brennglas wirke.

Die EFRE-Gelder (1,95 Milliarden Euro) sollen schwerpunktmäßig für Innovation, Forschung, Wirtschaft und Klimaschutz eingesetzt werden. Fast 680 Millionen Euro sind dabei für die Energiewende und Klimaschutz vorgesehen. Damit unterstützen wir beispielsweise eine effiziente Kreislaufwirtschaft, intelligente Energie- und Speichersysteme oder eine zukunftsfähige Mobilität, erläuterte Dulig.

Der Bildungsbereich soll mit gut 227 Millionen Euro aus ESF-Mitteln unterstützt werden. Davon können etwa Lernangebote in der Schule, aber auch Umschulungen für Erwachsene oder Programme an Hochschulen profitieren. Einen Teil der EFRE- und ESF Plus-Gelder will Sachsen für die Stadtentwicklung in ausgewählten Quartieren verwenden. Wir setzen die EU-Gelder so ein, dass sie dazu beitragen, Sachsen zukunftsfest zu machen, erklärte der Minister.