Saarland: Keine Entschädigung für Ungeimpfte

Monika Bachmann (CDU), saarländische Ministerin für Gesundheit, sitzt im Landtag. Foto: Oliver Dietze/dpa
Monika Bachmann (CDU), saarländische Ministerin für Gesundheit, sitzt im Landtag. Foto: Oliver Dietze/dpa
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22. September 2021 - 20:09 Uhr

Saarbrücken (dpa/lrs) - Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne entfallen im Saarland ab dem 27. September die Entschädigungsleistungen für Menschen ohne Schutzimpfung. Das teilte das Gesundheitsministerium in Saarbrücken am Mittwoch nach der entsprechenden Einigung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern mit. "Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürgern, die noch unentschlossen sind: Lassen Sie sich impfen", sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Die vier Impfzentren des Landes seien noch bis 30. September ohne Terminbuchung und kurzfristig für Impfungen geöffnet. Landesweit gebe es darüber hinaus zahlreiche Impfangebote.

Das Saarland hat der Mitteilung zufolge seit Beginn der Coronavirus-Pandemie Entschädigungsleistungen für Verdienstausfall aufgrund des Infektionsschutzgesetzes von rund 16,7 Millionen Euro geleistet. Bislang war es dabei unerheblich, ob die Person, die in Quarantäne musste, geimpft oder ungeimpft war.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich nun darauf verständigt, dass Menschen, die sich gegen Corona impfen lassen können, dies aber nicht tun, bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Quarantäne spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen sollen.

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Quelle: DPA