Saarland hält weiter an Maskenpflicht fest

Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild
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06. Juli 2020 - 13:31 Uhr

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich gegen eine rasches Ende der Maskenpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. "Solange es weder ein Medikament noch einen Impfstoff gibt, ist die Kombination aus Abstand, Hygiene, Alltagsmasken und der Nachverfolgung von Infektionsketten unser wirksamstes Mittel gegen SARS-CoV-2. Aus diesem Grund werden wir im Saarland auch an der Maskenpflicht weiter festhalten", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Inzwischen hätten mehrere Studien die Wirksamkeit von einfachem Mund-Nasen-Schutz beim Eindämmen der Pandemie bestätigt: Allerdings hätten die Alltagsmasken nur dann eine Schutzfunktion, wenn alle eine tragen. "Deshalb setzen wir nach wie vor auf eine Pflicht in den geregelten Bereichen: Überall dort, wo wir anderen Menschen zu nahe kommen und es nicht möglich ist, die Infektionsketten nachzuverfolgen, kann eine Alltagsmaske den Unterschied machen."

Natürlich habe man "ein großes Interesse daran, den Handel anzukurbeln. Aber wir müssen dabei auch das Infektionsgeschehen stabil halten - denn weitere lokale Lockdowns würden in der gesamten Wirtschaft einen noch größeren Schaden anrichten", sagte er.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte die Debatte über ein baldiges Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel in der "Welt am Sonntag" losgetreten. Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hatte eine Lockerung favorisiert, seine Forderung am Montag aber relativiert. Gegen ein zeitnahes Ende der Pflicht für den Mund-Nasen-Schutz in Geschäften sprachen sich indes Bayern, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hamburg aus.

Quelle: DPA