S&P stuft Ungarn weiter herab

14. Februar 2016 - 13:34 Uhr

Standard & Poor's hat das bereits schwach bewertete Ungarn weiter herabgestuft. Das langfristige Rating des osteuropäischen Landes werde um eine Stufe auf BB gesenkt, teilten die Bonitätswächter mit. S&P warnte in seiner Begründung, die "unorthodoxe Politik" der Regierung in Budapest könnte mittelfristig das Wachstumspotenzial untergraben. Ungarn, das mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union um Finanzhilfen ringt, war von der Agentur bereits zuvor schon nur noch im "Ramsch"-Bereich geführt worden.

S&P kritisierte besonders die jüngst erlassenen höhere Abgaben für den Finanzsektor. Um das Haushaltsdefizit zu senken, hatte die Regierung etwa die Finanztransaktionssteuer erhöht - und damit die potenziellen Geldgeber verärgert. Die Gespräche mit EU und IWF liegen derzeit auf Eis.