Gerichtsurteil

Ryanair muss Fluggäste nach Verspätungen oder Ausfällen wegen Streik entschädigen

Ryanair muss auch bei Streik seine Kunden entschädigen.
Ryanair muss auch bei Streik seine Kunden entschädigen.
© REUTERS, Paul Hanna, /FW1F/jane merriman

30. April 2021 - 8:24 Uhr

Britisches Gericht stärkt Fluggast-Rechte

Die Billig-Airline Ryanair hat vor einem britischen Gericht eine Niederlage erlitten. Die zuständigen Richter am High Court entschieden am Donnerstag, dass die Fluglinie Passagieren, die durch Streiks Ausfälle oder Verspätungen erlitten haben, Entschädigungen zahlen muss. Ryanair hatte das zuvor abgelehnt und sich auf "besondere Umstände" berufen.

Ryanair berief sich bislang auf "außergewöhnliche Umstände"

Im Jahr 2018 hatten die Streiks von Piloten und Kabinenpersonal für erhebliche Störungen im Flugplan an vielen europäischen Flughäfen geführt, Tausende Passagiere waren betroffen.

Die britische Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority (CAA) hatte daraufhin gegen das Unternehmen geklagt. "Wir waren der Ansicht, dass diese Passagiere vom Gesetz geschützt waren und dass Ryanair sich bei seinen verspäteten und gestrichenen Flügen nicht auf 'außergewöhnliche Umstände' berufen konnte", sagte CAA-Chef Paul Smith am Donnerstag nach dem Urteil gegenüber BBC. "Der High Court hat dieser Interpretation heute Recht gegeben."

Ryanair kann jedoch gegen das Urteil Berufung einlegen. Vom Unternehmen gab es zunächst keinen Kommentar.

Quelle: DPA / AZE

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