Russland: Zerstörung von Chemiewaffen verzögert

14. Februar 2016 - 13:26 Uhr

Russland wird seine chemischen Waffen erst bis Ende 2015 und damit dreieinhalb Jahre später als geplant zerstört haben. "Die Umsetzung des Programms wurde durch die weltweite Finanzkrise um zwei bis drei Jahre zurückgeworfen", sagte der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Konstantin Kossatschow, nach Medienberichten. Bislang sei etwa die Hälfte des Bestandes von insgesamt 40.000 Tonnen vernichtet worden. Russland hatte das weltweit größte Arsenal an Chemiewaffen von der Sowjetunion geerbt.

Russland müsse aber keine internationalen Strafen fürchten, da es nicht das einzige Land sei, das den Zeitplan nicht einhalte. Die USA hätten ihre Frist gar bis 2021 ausgedehnt, sagte Kossatschow. Moskau hatte die Chemiewaffenkonvention 1997 ratifiziert, die Entwicklung, Produktion, Besitz und Anwendung chemischer Waffen verbietet.