2018 M11 12 - 18:17 Uhr

16-Jähriger bezahlt heldenhaften Einsatz mit dem Leben

Um seinen jüngeren Cousin zu beschützen, opferte ein 16-Jähriger auf der ostrussischen Halbinsel Kamtschatka sein Leben. Die beiden Jungen waren auf dem Heimweg von einem Saunabesuch plötzlich von einem Braunbären überrascht worden. Der Jüngere konnte sich retten, doch für den Teenager kam jede Hilfe zu spät.

Bär überraschte Jungen auf dem Heimweg

Die Cousins Rodion und Boris Burakov liefen gerade von der Sauna, die 14 Kilometer vor ihrem Heimatdorf Lazo liegt, nach Hause, als ihnen auf einmal das riesige Raubtier gegenüberstand. Wie die "Siberian Times" berichtet, griff der Bär sofort den 13-jährigen Boris an. Ohne zu zögern, lenkte Rodion daraufhin die Aufmerksamkeit des Bärs auf sich – mit Erfolg: Boris war zwar verwundet, konnte sich aber befreien und rannte zum Dorf, um Hilfe zu holen.

Doch als die alarmierten Jäger und die Feuerwehrleute am Ort des Geschehens ankamen, war es für Rodion bereits zu spät. Der Braunbär hatte den mutigen Jungen getötet, lag direkt auf seinem schrecklich zugerichteten Körper. Das dreijährige Tier wurde sofort erschossen.

Dorfbewohner sammeln Geld für Rodions Beerdigung

Die Behörden drückten ihre Bewunderung für die Heldentat des Teenagers aus. Rodions Freunde sind fassungslos über den Verlust, stellten zu seinen Ehren ein Video zusammen: "Wir erinnern uns an dich, wir lieben dich, wir trauern um dich. Du wirst für immer in unseren Herzen bleiben", heißt es darin. Laut der "Siberian Times" sammeln die Bewohner von Lazo nun Geld für die Beerdigung des Jungen, weil seine Mutter zu arm ist, um sich eine angemessene Bestattung leisten zu können.