Kiryusha rettet sich selbst

Russen begraben ihren Schäferhund lebendig

Kiryusha ist von seinen Besitzern in einem Wald lebendig begraben worden.
Kiryusha ist von seinen Besitzern in einem Wald lebendig begraben worden.
© Progorod Uhkta

14. Oktober 2020 - 14:07 Uhr

Grausame Besitzer begraben Hund lebendig

Wie krank können Menschen sein? In Russland haben grausame Besitzer ihren Schäferhund geschlagen und einfach im Wald begraben –  obwohl der Vierbeiner noch lebte. Dem siebenjährigen Hund ist es wie durch ein Wunder gelungen, sich aus dem Grab zu befreien und am Straßenrand Hilfe zu suchen.

Kiryusha lag erschöpft am Straßenrand

Die abgebildete Olga Lystseva fuhr Kiryusha zu einem Rettungszentrum.
Olga Lystseva fuhr Kiryusha zu einem Rettungszentrum.
© Progorod Uhkta

Olga Lystseva (39) war gerade auf der Autobahn in Nordrussland unterwegs, als sie den Schäferhund namens Kiryusha entdeckte. Sie fuhr zunächst an dem Tier vorbei, doch der Anblick des Hundes machte ihr zu schaffen. Also drehte Olga ihren Wagen um und fuhr 14 Kilometer zurück zu dem Ort. Als sie dort ankam, lag der Hund erschöpft am Straßenrand. Olga fand etwas Futter für das hungrige Tier und legte Kiryusha auf den Rücksitz ihres Autos, wie die britische "Sun" berichtet.

Kiryusha war hungrig und sah verwirrt aus, als Olga ihn entdeckte.
Kiryusha war hungrig und machte einen verwirrten Eindruck, als Olga ihn entdeckte.
© Progorod Uhkta

Der gerettete Hund schlief bis nach Ukhta, etwa 150 Kilometer entfernt von seinem Fundort. Dort übergab die Hundeliebhaberin Kiryusha an einen Hunderettungsdienst. Olga teilte Fotos in den sozialen Netzwerken von dem Schäferhund und bekam Nachrichten, dass er aus der russischen Stadt Yemva sei. So konnte man die Besitzer des Tieres ausfindig machen, die sagten, sie hätten den Hund geschlagen, weil er krank gewesen sei. Sie hätten ihm eine Droge gespritzt, die ihn töten sollte. Die Einstichstelle an der Pfote war immer noch rasiert. Dann habe das Paar ihn an einem abgelegenen Ort nahe der Autobahn Ukhta-Syktyvkar begraben.

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Der Deutschen Schäferhund hat mittlerweile ein neues Zuhause gefunden.
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Die beiden hätten sich angeblich dafür entschuldigt, dass sie den Hund lebendig begraben haben, so das Tierheim. Tests hätten ergeben, dass es Kiryusha aber zum Glück gut gehe, er habe keine ernsthaften medizinischen Probleme. "Dank Olga hat Kiryusha ein neues Leben begonnen", sagte Ekaterina Nimak vom Rettungsdienst.

Dem siebenjährigen Deutsche Schäferhund namens Kiryusha geht es gesundheitlich wieder gut.
Dem siebenjährigen Deutschen Schäferhund namens Kiryusha geht es gesundheitlich wieder gut.
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Kiryusha sei total lieb zu Menschen und gehe an der Leine, er bellt nicht und vertrage sich auch mit den anderen Hunden meistens gut. Mittlerweile habe Kiryusha auch schon ein neues liebevolles Zuhause gefunden, berichtet ein lokaler Fernsehsender.