Russland: Geldstrafen gegen Schimpfwörter

14. Februar 2016 - 13:20 Uhr

Für Flüche und Schimpfwörter in Fernsehen, Zeitungen und Radio sollen in Russland künftig Geldstrafen bis zu umgerechnet 5.000 Euro fällig werden. Bezahlen müssen laut einem Gesetzentwurf der Kremlpartei Geeintes Russland nicht nur Verlage, Sender und Journalisten, sondern auch Interviewpartner, wie die Zeitung 'Komsomolskaja Prawda' berichtet.

Die Gesellschaft müsse vor dem «unmoralischen Informationssystem» beschützt werden, begründeten die Initiatoren den Entwurf. Sie betonten, dass auch Internet-Publikationen betroffen seien. Kritiker warnten hingegen, der Kreml könne das Gesetz für die Zensur regierungskritischer Sendungen und Artikel missbrauchen.