Nicht nur Menschen werden geimpft

Russland entwickelt Corona-Impfstoff für Tiere

Nachdem sich in mehreren europäischen Ländern Nerze mit dem Coronavirus infiziert hatten, entwickelt Russland nun einen Impfstoff für Tiere.
Nachdem sich in mehreren europäischen Ländern Nerze mit dem Coronavirus infiziert hatten, entwickelt Russland nun einen Impfstoff für Tiere.
© dpa, Holger Hollemann, hoh tmk kat dak pil wst gfh

14. Dezember 2020 - 15:20 Uhr

Impfstoff für Tiere in entscheidender Testphase

Nicht nur an der Zulassung von Corona-Impfstoffen für uns Menschen wird aktuell wie verrückt gearbeitet, auch für Tiere soll es bald Impfungen geben. Ein Impfstoff aus Russland steckt gerade mitten in der entscheidenden Testphase, Ende Januar soll es dann so weit sein. Hintergrund seien die in den vergangenen Wochen vermehrten Corona-Infektionen bei Nerzen in mehreren europäischen Ländern.

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Reaktion auf Corona-Ausbrüche auf Nerzfarmen

Nach Corona-Ausbrüchen auf mehreren Nerzfarmen in Europa entwickelt Russland einen eigenen Impfstoff für Tiere. Das Vakzin solle Ende Januar vorliegen, sagte der Chef der Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor, Sergej Dankwert, der russischen Fachzeitschrift "Veterinär und Leben". Die Europäische Union, die USA und Singapur hätten bereits Interesse bekundet.

Impfstoff wird an Nerzen, Katzen und Nagetieren getestet

Dankwert zufolge durchläuft der Wirkstoff aktuell die entscheidende Testphase III. "Der neue Impfstoff wird derzeit an Nerzen, Katzen und Nagetieren getestet." Seine Behörde erhalte regelmäßig Anfragen aus russischen Tierfarmen nach einem Corona-Impfstoff, weil Nerze und Frettchen als besonders anfällig für das Virus gelten und sich gegenseitig infizieren könnten, sagte der Behördenleiter.

In den vergangenen Wochen hat es in mehreren europäischen Ländern Fälle von Corona-Infektionen bei Nerzen gegeben, unter anderem in Schweden, Frankreich und den Niederlanden. In Dänemark waren Millionen Tiere getötet worden, weil das Virus mutiert war. In Russland leben in Tierfarmen offiziellen Angaben zufolge mehr als 97.000 Nerze und 6.900 Frettchen. In dem Land sind bereits zwei Impfstoffe für Menschen gegen Corona freigegeben worden.

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Quelle: ntv.de/DPA/RTL.de