Russland bringt Glonass-Satelliten mit Sojus ins All

14. Februar 2016 - 13:04 Uhr

Russland hat mit einer Sojus-Trägerrakete einen Satelliten für sein Navigationssystem Glonass auf den Weg ins All gebracht. Die Transport legte vom russischen Weltraumbahnhof in Plessezk ab, wie das Verteidigungsministerium nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte. Der Start war mit Spannung erwartet worden und für die Raumfahrtnation Russland besonders wichtig, weil bei einer Sojus-Panne am 24. August ein unbemannter Raumfrachter abgestürzt war. Dies hatte international Zweifel an der Zuverlässigkeit russischer Sojus-Raketen ausgelöst.

Die USA sind nach dem Ende ihrer Shuttles auf die russischen Transportmittel angewiesen. Auch für das seit Jahren immer wieder verzögerte Glonass-System war der Start von großer Bedeutung, nachdem zuletzt drei dieser Satelliten abgestürzt waren. Nach der Sojus-Panne hatte Russland seine Raketen auf den Prüfstand gestellt und alle Transporte ausgesetzt.