Russischer Journalist wegen "Homo-Propaganda" verurteilt

15. Oktober 2015 - 15:01 Uhr

Die Verurteilung eines russischen Journalisten wegen "Homosexuellen-Propaganda" stößt auf Kritik von Menschenrechtlern. Der Reporter Andrej Saturin aus Chabarowsk im Fernen Osten war zu 50.000 Rubel (etwa 1.060 Euro) Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte einen schwulen Lehrer zu Wort kommen lassen, der wegen seiner Sexualität entlassen worden war.

Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi handele es sich um ein "klares Signal, dass Russland kein Interesse hat, die Unterdrückung der Rechte seiner Bürger zu stoppen", erklärte die Organisation Human Rights First.

Aktivisten sind zudem besorgt über ein Verfahren gegen die Journalistin Jelena Klimowa. Die 25-Jährige hatte in sozialen Netzwerken eine Gruppe gegründet, in der sich jugendliche Schwule und Lesben austauschen können. In Russland sind positive Äußerungen über Homosexualität vor Minderjährigen seit Sommer 2013 verboten - allen internationalen Protesten zum Trotz.