Rund ein Jahr nach dem Anschlag: Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz öffnet wieder

27. November 2017 - 18:39 Uhr

Die Bilder vom Terror sind vielen noch präsent

Die Bilder von vor gut einem Jahr sind den meisten wahrscheinlich noch gut in Erinnerung: Der Attentäter Anis Amri raste am 19. Dezember 2016 mit einem gestohlenen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz. Zwölf Menschen kamen ums Leben, viele weitere wurden schwer verletzt. Nun öffnet der Weihnachtsmarkt wieder – doch ein mulmiges Gefühl bleibt.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen auf dem Breitscheidplatz

Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz
Bei dem Terroranschlag am 19. Dezember 2016 in Berlin kamen zwölf Menschen ums Leben.
© dpa, Bernd von Jutrczenka, bvj fpt kde fux jai fux dul

In diesem Jahr sollen hohe Sicherheitsvorkehrungen dafür sorgen, dass die Besucher entspannt zwischen den Buden entlang schlendern können. Rund um den Platz an der Gedächtniskirche wurden Betonbarrieren aufgestellt und die Polizei will ihre Präsenz noch einmal erhöhen, um im Ernstfall schnell eingreifen zu können. Welche Maßnahmen sonst noch geplant sind, sehen Sie im Video.

Wie angespannt die Lage ist, wurde vielen noch mal bewusst, als vor wenigen Tagen mehrere Männer festgenommen wurden, die offenbar einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Essen geplant hatten. Überall in Deutschland haben die Städte die Sicherheitsvorkehrungen auf den Weihnachtsmärkten erhöht. In Bochum hat man versucht, das Beste daraus zu machen, und hat die Terrorsperren wie riesige Geschenke verpackt, um die Vorweihnachtsstimmung nicht ganz zu verderben.

Berlin gedenkt der Terroropfer

Ob die auch auf dem Breitscheidplatz aufkommen kann, nachdem der letzte Weihnachtsmarkt dort in einem Blutbad endete, bleibt abzuwarten. Am Tag der Eröffnung soll jedenfalls alles im Zeichen der Opfer stehen. Um 19 Uhr ist die offizielle "Eröffnung im Kerzenschein" geplant, bei der der Toten gedacht werden soll.