Rund 150 Demonstranten folgen Aufruf von Bürgerbündnis

22. Februar 2020 - 16:10 Uhr

Gegen die mögliche Ministerpräsidenten-Wahl des Linke-Politikers Bodo Ramelow hat das Bündnis "Bürger für Thüringen" Front gemacht. Dem Aufruf zur Kundgebung für ein "freiheitliches und demokratisches Thüringen" waren am Samstag nach Polizeischätzungen rund 150 Menschen auf den Erfurter Anger gefolgt. Die Organisatoren hatten mit etwa 1000 Teilnehmern gerechnet. Sie wollten ein Zeichen gegen Linke und AfD setzen.

Redner kritisierten den Kompromiss, den Linke, SPD, Grüne und CDU am Freitagabend in der Regierungskrise ausgehandelt hatten. Christdemokraten dürften mit der SED-Nachfolgepartei keine Geschäfte machen, hieß es.

Linke, SPD und Grüne hatten sich mit der CDU auf eine Ministerpräsidentenwahl am 4. März geeinigt. Zudem verständigten sie sich auf eine Neuwahl des Parlaments am 25. April 2021. Bis dahin soll es eine verbindliche Zusammenarbeit zwischen CDU und Rot-Rot-Grün bei verschiedenen Projekten geben.

Eine Woche zuvor hatten in Erfurt Tausende Menschen gegen die Wahl von Kurzzeit-Ministerpräsident Thomas Kemmerich (FDP) mit Stimmen der AfD protestiert. Zu dieser Großdemonstration hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Initiative "Unteilbar" aufgerufen.

Quelle: DPA