Tipps von den IT-Experten

Run auf Homeoffice, Online-Games und Streamingdienste: So retten Sie das Internet!

Symbolfoto: Die Logos der Streaming Dienste Amazon Prime Video, Netflix, amazon music und youtube ist auf einem Fernseh
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23. März 2020 - 18:43 Uhr

Was tun, wenn das Netz schwächelt?

Für die Menschen, die ihr Tagwerk von zuhause aus am Computer erledigen. Für Schüler, die ihren Unterricht online fortsetzen. Für Freunde und Familien, die über Videotelefonie in Kontakt bleiben. Für jede Menge Spaß und Unterhaltung mit Online-Games und über die Streamingdienste wie TVNOW, Netflix, Amazon Prime und Co. Allen ist jetzt klar - in der Corona-Krise ist das Internet wertvoller denn je. Und noch hält das Netz der Krise stand. Aber was tun, wenn es dennoch schwächelt?

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Noch läuft alles größtenteils stabil

"Wir können uns im Moment auf unsere Netze verlassen", sagt Achim Berg, Präsident des Branchenverbands Bitkom, gegenüber RTL. "Und ich sehe auch für die nächsten Woche überhaupt keine Probleme." Dennoch berichteten viele Nutzer am Wochenende in den sozialen Netzwerken, dass sie beim Streamen von Filmen Probleme mit der Auflösung hatten und die Filme ruckelten.

So retten Sie unser Internet!

Viele Haushalte nutzen noch gar nicht die Bandbreite, die technisch gesehen für sie zur Verfügung stünde - denn 90 % aller Haushalte könnten in Deutschland einen 50-Mbit-Zugang haben. Was also tun, wenn's Ihr Internet doch nicht schafft? Homeoffice-Arbeitern rät Bitkom-Chef Berg: "Erstens müssen Sie checken, ob es gerade Familienmitglieder gibt, die einen Film schauen - denn ein Film braucht extrem viel Leistung im Netz". Zweite Möglichkeit: Über die Router-Einstellungen dem Arbeitsrechner Vorzug geben.

Wenn beides nicht fruchtet, hat Berg einen weiteren Tipp: Mobilfunk-Anbieter wie die Telekom, O2 und andere unterstützen die Internetnutzer in Deutschland in dieser Krisen-Situation mit zusätzlichen Gratis-Datenpaketen. Wer also eine LTE-Verbindung bei sich zuhause hat, kann die im Zweifelsfall zusätzlich anzapfen.

5 Tipps von den Profis

Auch die Internet-Profis von tarife.at haben 5 wertvolle Tipps, wie man sein eigenes und das Netz insgesamt schonen kann, damit alle genügend Bandbreite zur Verfügung haben:

  • Fernsehen über SAT oder Kabelfernsehen statt Online-Videothek

Wer permanent von Ruckel-Filmen geplagt wird, dem kann geholfen werden: Denn das gute alte lineare Fernsehen hat einen technischen Vorteil! Dadurch dass es nur ein Signal braucht, können beliebig viele Menschen gleichzeitig zusehen. Aber, Vorsicht:  Es passiert nichts, wenn Sie zwecks Pipipause die Pausentaste drücken ...

  • VOD-Auflösung reduzieren

Bei allen Streamingdiensten gibt es die Möglichkeit, die Auflösung selbst festzulegen. Muss es wirklich Ultra-HD sein? Oder reicht nicht vielleicht doch einfaches HD oder mittlere Qualität? Wer will schon ernsthaft die Falten der Stars sehen?

  • Für Offline-Nutzung speichern

Ebenfalls bei fast allen großen Diensten steht die Funktion zur Verfügung, einen Inhalt herunterzuladen - beispielsweise, um ihn am Tablet im Flugzeug oder in der Bahn anzuschauen. Also einfach Nachts den großen Serien-Download einleiten und am nächsten Abend ganz ruckelfrei zuschauen.

  • Autoplay abschalten

In den sozialen Netzwerken ist die Zahl der Videos mittlerweile auch extrem hoch. Damit die Inhalte auch gesehen werden, ist standardmäßig Autoplay für Video eingestellt. Sprich: Sobald wir über das Video scrollen, läuft es auch schon los. In den Einstellungen lässt sich das ändern - und das nervt doch eh, oder?

  • Musik nur über Audiodienste

Klar, bei YouTube gibt es auch viel gute Musik. Das Problem: Wenn man Musik über den Videodienst hört, wird auch viel Bandbreite verbraucht - den bewegte Bilder verbrauchen am meisten Datenvolumen. Also Musik besser nur über einen reinen Audio-Musikdienst der Wahl anhören!

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