Angst vor Gas-Engpass im Herbst

Heizlüfter-Boom! Fünf Alternativen, die Ihre Wohnung angenehm warmhalten

Mann bringt Isolierung an
Im Baumarkt können Sie sich Isolierungs-Gummibänder für Ihre Fenster besorgen.
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Wer will im Winter abends schon bibbernd auf der Couch sitzen? Viele Deutsche haben bereits vorgesorgt und sich Heizlüfter angeschafft. Doch die Bundesnetzagentur warnt davor, sich Heizlüfter, Heizstrahler, oder Radiatoren zuzulegen. Der Grund: Die Deutschen müssen zwar Gas sparen. Aber wenn sie stattdessen Strom verbrauchen, ist das Netz schnell überfordert. Doch was wären die Alternativen, wenn wir nicht frieren wollen? Wir haben fünf Tipps für Sie zusammengestellt.

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1. Tipp: Gute Isolation aus dem Baumarkt - so entweicht die Wärme nicht mehr

Viel Heizen hilft nichts, ohne eine gute Isolation! Das sollte uns allen bewusst sein. Ihre Wohnung sollte möglichst gut isoliert sein. Andernfalls heizen Sie buchstäblich aus dem Fenster!

Der Boden kann zum Beispiel mit Korkplatten ganz ohne Heizen fußwarm gehalten werden. Damit es nicht durch undichte Fenster zieht, können Sie die mit Gummidichtungen aus dem Baumarkt oder aus dem Internet abdichten. Dafür müssen Sie ihren Vermieter nicht um Erlaubnis fragen.

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2. Tipp: Heizen Sie ihre Räume mit Restwärme – zum Beispiel aus dem Backofen

Was im ersten Moment wie eine große Umweltsünde klingt, kann auch nachhaltig umgesetzt werden: Wenn Sie also sowieso in der Küche gerade den Backofen benutzt haben, können Sie die Restwärme nutzen, um Ihre Wohnung zu heizen: Einfach die Backofentür öffnen, nachdem Sie den Ofen ausgeschaltet haben. Die Restwärme verteilt sich im Zimmer und wird so sinnvoll genutzt.

Vorsicht: Der Backofen ist kein Ersatz für Ihre Heizung. Wenn Sie den Backofen mit geöffneter Türe laufen lassen, verschwenden Sie viel Energie.

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3. Tipp: Kerzen als Ergänzung: Teelichter erhöhen Raumtemperatur um mehr als zwei Grad

Nutzen Sie ihre Teelichter! Außerdem können Sie aus Stein oder Keramik schöne Tischheizungen aus Teelichtern basteln. Allerdings erhöhen Sie die Raumtemperatur damit um nicht mehr als zwei bis drei Grad.

Die Kerzen-Variante ist sicher nicht so wirksam wie andere der genannten Heiz-Alternativen, sie ist aber kostengünstig und schafft eine gemütliche Atmosphäre. Seien Sie aber vorsichtig, dass nichts anbrennt und nutzen Sie Teelichter nur aus nachhaltigen Rohstoffen.

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4. Tipp: Klingt simpel, doch wärmere Kleidung kann sehr hilfreich sein

So sparen Sie Energie und machen es sich gleichzeitig gemütlich! Wenn Sie sich wärmer anziehen, kann das sehr helfen.

Selbst im tiefsten Winter muss die Wohnung nicht so warm sein, dass Sie im T-Shirt herumlaufen können. Im Zweifel können Sie einfach einen dicken Pulli, lange Unterhosen beziehungsweise Strumpfhosen und ein zweites Paar Socken tragen.

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5. Tipp: Teppiche auslegen das wärmt – und Rollläden runter

Schließen Sie nachts Ihre Rollläden, das speichert die Wärme in den Räumlichkeiten. Da besonders viel Wärme durch die Fenster entweicht, reduzieren Sie so den Wärmeverlust. Auch schwere und dunkle Vorhänge erreichen diesen Effekt.

Legen Sie möglichst viele gemütliche Teppiche aus, um den Wärmeverlust weiter zu reduzieren. Je mehr wärmender Stoff in der Wohnung, desto gemütlicher. (mjä/mit dpa)