„Dann wären alle zufrieden“

Rummenigge setzt Kovac erneut unter Druck

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16. Juli 2019 - 7:55 Uhr

Bayern-Boss will Trainer halten

Noch vor wenigen Wochen wollte Karl-Heinz Rummenigge Bayern-Coach Niko Kovac trotz des gewonnenen Doubles keine Jobgarantie bei den Münchenern aussprechen. In der Vorbereitung auf die neue Saison klingt der FCB-Vorstandsvorsitzende plötzlich anders: Kovac soll bleiben – unter einer Bedingung.

Pokale zählen!

Für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge spricht nichts gegen eine längerfristige Zusammenarbeit mit Trainer Niko Kovac. Einzige Voraussetzung: weitere Erfolge. Der Rekordmeister sei "daran interessiert, dass wir auch auf der Trainerposition Kontinuität haben", sagte der 63-Jährige im Rahmen der USA-Reise des FC Bayern.

Rummenigge fordert Erfolge

Double-Gewinner
Trainer Niko Kovac holte in seinem ersten Jahr als Coach beim FC Bayern München das Double.
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"Ich wünsche ihm eine genauso erfolgreiche Saison wie im Vorjahr mit dem Double – und die eine oder andere Runde mehr in der Champions League", erklärte Rummenigge: "Dann wären alle hochzufrieden beim FC Bayern." 'Wären' – ein kleines Wort, das aber deutlich macht, welch großer Druck noch immer auf den Schultern des Bayern-Trainer lastet. Und das, obwohl Kovac in der vergangenen Saison nach einer erfolgreichen Aufholjagd das Double mit den Bayern gewann.

Doch damit nicht genug mit dem Druck: "Ich glaube, dass Niko weiß, dass wir ein Club sind, der Erfolg braucht. Dem stellt er sich, dem stellen sich alle hier in dem Club", stellte Rummenigge klar.

Kovac-Verbleib lange unsicher

Der Bayern-Boss hatte Kovac in der Schlussphase der vergangenen Spielzeit eine öffentliche Jobgarantie beharrlich verweigert. Sogar über den Abschied des 47-Jährigen wurde spekuliert – trotz der gewonnenen Meisterschaft und des DFB-Pokal-Sieges.

"Wir sind erfolgsverwöhnt. Und du musst Erfolg haben, um den Verein aus Wallungen fernzuhalten", sagte Rummenigge, ergänzte aber wohlwollend: "Wir haben eigentlich ein völlig entspanntes Miteinander."

Kovac kam vor einem Jahr von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern, für den er von 2001 bis 2003 bereits als Profi aktiv war. Der Dreijahresvertrag des Kroaten läuft 2021 aus.