Rumänische Straßenhunde geben Altenheim-Bewohnern den Lebenswillen zurück

22. Januar 2015 - 19:46 Uhr

Straßenhunde gelten als gefährlich

In Rumänien werden Straßenhunde in Internet-Videos als gefährlich und unberechenbar dargestellt. Vor zwei Jahren wurde ein vierjähriger Junge in Bukarest tot gebissen – seitdem werden die Hunde gejagt. Früher wurden die Hunde 14 Tage nach der Gefangennahme getötet. Offiziell ist das heute nicht mehr erlaubt – Tierschützer berichten allerdings immer noch von Massentötungen.

Straßenhund Rumänien
Ein von Tierfängern betäubter Straßenhund in Rumänien.
© dpa, Db Etn

Einige Straßenhunde sind diesem Schicksal entgangen: In einem Altersheim in Bukarest sollen sie den Bewohnern den Lebenswillen zurückgeben. Die Psychologin Diana Dumitrescu berichtet von großen Erfolgen bei einigen Bewohnern: "Alexandrina wollte nicht mit uns zusammenarbeiten. Das hat sich alles geändert, seitdem die Hunde hier im Heim sind. Jetzt kann sie sogar mit Fremden sprechen. Vor ein paar Jahren wäre das unmöglich gewesen." Das Seniorenheim will auch weiterhin mit den Straßenhunden arbeiten.