2018 M10 15 - 16:38 Uhr

Fahrer und neunjähriges Mädchen kommen bei Raserfahrt ums Leben

Ein Wahnsinn, der nicht nur dem Wahnsinnigen, sondern auch einem kleinen Mädchen das Leben gekostet hat: Bei einer Raserfahrt, die der Fahrer live ins Internet übertrug, sind in Rumänien der 31-jährige Mann und ein neunjähriges Mädchen getötet worden. Vier weitere Menschen, darunter ein dreijähriger Junge, wurden verletzt, berichtet die Nachrichtenagentur Mediafax unter Berufung auf die Polizei.

Mit 180 km/h über die Landstraße in Rumänien

Demnach raste der Fahrer des Unfall-Pkw mit 180 km/h über eine Landstraße nahe der westrumänischen Stadt Timisoara (Temeswar). Offenbar war er abgelenkt, weil er seine Fahrt bei dröhnend lauter Musik aus dem Autoradio live über die Online-Plattform "Facebook" übertrug.

Der Wagen prallte auf einen unbeleuchteten Traktor und wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Dort stieß er mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen, in dem das neunjährige Mädchen saß. Der kleine Junge, der schwer verletzt wurde, fuhr im Wagen des Unfallfahrers mit.

Zweiter schwerer Raserunfall innerhalb einer Woche

Immer wieder verursachen Autofahrer schwere Verkehrsunfälle, weil sie anscheinend mit Fahrten bei hoher Geschwindigkeit bei ihrer Facebook-Gefolgschaft protzen wollen. Erst am vergangenen Dienstag starben rumänischen Medienberichten zufolge zwei junge Rumänen auf einer Autobahn in der nordwestenglischen Grafschaft Cheshire: Auch sie stießen mit einem anderen Auto zusammen, während sie ihre Fahrt bei Facebook übertrugen.

Der schwerste Unfall dieser Art ereignete sich im vergangenen Mai in Ostungarn. Der Fahrer eines Kleinbusses und alle acht Passagiere kamen ums Leben, als das Fahrzeug nahe der Ortschaft Ceglédbercel mit einem Lkw frontal zusammenstieß. Der Fahrer des Unglücksfahrzeugs hatte während der Fahrt die Kommentare zu seiner Facebook-Übertragung beantwortet.