Rumänien beginnt Jagd auf Straßenhunde – Aufschrei der Tierschützer

18. Januar 2015 - 16:31 Uhr

16.000 Bissverletzungen im vergangenen Jahr

Rumänien hat die Jagd auf streunende Hunde eröffnet. Seit im Sommer dieses Jahres ein Vierjähriger von Straßenhunden totgebissen wurde, geht die Regierung des Landes verschärft gegen die Tiere vor. Alleine in der Hauptstadt Bukarest gibt es etwa 65.000 streunende Hunde – 16.000 Menschen sollen im vergangenen Jahr gebissen worden sein.

In Bukarest gibt es rund 65.000 Straßenhunde, tausende Menschen wurden im vergangenen Jahr gebissen.
In Rumänien gibt es viele streunende Hunde auf den Straßen - die Regierung reagiert jetzt indem sie Hundefänger die Tiere einsammeln lässt.

Ziel der Aktion seien 95 Prozent weniger Bisswunden bis Ende nächsten Jahres, sagt Razvan Bancescu von der Tieraufsicht Bukarest. Dazu ziehen Hundefänger durch die Straßen der Hauptstadt und sammeln streunende Tiere ein, um sie in Auffanglager zu bringen. Pro eingefangenes Tier, erhält der Arbeiter 50 Euro.

Kritik an dem Vorgehen in Rumänien kommt von Tierschützern – sie befürchten Massentötungen von streunenden Hunden. Bancescu von der Tieraufsicht zufolge werden nur alte und kranke Tiere mit der Zeit eingeschläfert. Eine Hundebesitzerin, deren Tier versehentlich eingesammelt wurde, berichtet etwas anderes: "Ich habe ihn nie wieder gesehen."