Polizei bittet um Hinweise auf die Eltern

Rüsselsheim: Spaziergänger finden ausgesetztes Baby im Gebüsch

In Rüsselsheim wurde ein Neugeborenes in einem Gebüsch ausgesetzt. (Foto: Motivbild)
© Getty Images, piskunov

18. Januar 2020 - 14:22 Uhr

Passanten in Rüsselsheim hörten Babygeschei im Gebüsch

Spaziergänger in Rüsselsheim (Hessen) haben in einem Gebüsch ein ausgesetztes Baby entdeckt. Sie hörten zuerst die Schreie des kleinen Jungen, dann entdeckten sie das Neugeborene, das nur in ein Handtuch gewickelt in der Nähe eines Flusses lag. Laut Polizei hatte der Junge großes Glück. Denn die Nacht im Freien hätte er wohl nicht überlebt.

Über Nacht wäre das Neugeborene erfroren

Die Passanten wählten am Freitagabend sofort den Notruf, sodass das unterkühlte Baby schnell ins Krankenhaus gebracht werden konnte. "Er ist wohlauf und sein Gesundheitszustand ist derzeit stabil", so die Polizei. Wäre das Neugeborene nicht so schnell entdeckt worden, wäre es "vermutlich erfroren", sagte ein Polizeisprecher. "Das wäre nicht lange gut gegangen, für so ein kleines Baby war es viel, viel zu kalt."

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kind ausgesetzt wurde, weil sich bis jetzt weder die Mutter noch andere Verwandte gemeldet haben. Die Polizei vermutete, dass das wenige Stunden alte Baby am 17. Januar zwischen 16 und 20 Uhr in dem Gebüsch abgelegt wurde. Der Fundort befindet sich im Ortsteil Haßloch im Bereich der Liebigstraße, an einem kleinen Fußweg, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

Bisher gingen nur wenige Hinweise ein, von den Eltern fehlte weiter jede Spur. Es hätten sich aber mehrere Paare gemeldet, die das Kind sofort und liebend gern aufnehmen und großziehen würden, sagte der Polizeipprecher. "Auch Windelspenden sind uns schon angeboten worden."

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Unter der Telefonnummer 06142/6960 nehmen die Ermittler in Rüsselsheim Hinweise entgegen.