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Rückruf: Adrenalin-Medikament gegen allergische Schocks hat Aktivierungsfehler

Der Adrenalin-Autoinjektor Emerade dient bei akuten allergischen Schocks dazu, den betroffenen Patienten das Leben zu retten.
© Bausch + Lomb GmbH

21. Februar 2020 - 15:12 Uhr

Aktivierungsfehler kann zum Problem werden

Der Adrenalin-Autoinjektor Emerade dient bei akuten anaphylaktischen Schocks dazu, den betroffenen Patienten das Leben zu retten. Doch Emerade Fertigpen hat laut Angaben des Hersteller Bausch und Lomb GmbH einen Aktivierungsfehler. Patienten müssten im Zweifel deutlich mehr Kraft aufwenden, als angenommen, um das Medikament zu aktivieren. Es könnte aber auch sein, dass sich der Autoinjektor gar nicht aktivieren lässt.

Chargen der vergangenen 18 Monate betroffen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät betroffenen Patienten ihren Emerade Fertigpen in einer Apotheke abzugeben. Betroffen sind alle Chargen, die in den vergangenen 18 Monaten verkauft wurden. Patienten sollten sich zuvor von ihrem Arzt einen alternativen Autoinjektor verschreiben lassen.

Solange sie das alternative Medikament nicht bei sich tragen, sollten sie den möglicherweise fehlerhaften Autoinjektor Emerade dennoch bei sich tragen.