"RTL - Wir helfen Kindern"-Patin Mirja Boes in Sierra Leone: Einsatz für neue Kinder-Augenklinik

Stand Up-Comedian Mirja Boes begleitet das sehbehinderte Mädchen Mabinty (4) zur Untersuchung in der Augenklinik. Die Patin kämpft gemeinsam mit "RTL - Wir helfen Kindern",
Stand-up-Comedian Mirja Boes begleitet das sehbehinderte Mädchen Mabinty (4) zur Untersuchung in der Augenklinik. © Mirja Boes in Sierra Leone, MG RTL D / Anja Nürnberg

"Stellt Euch vor, Euer Kind erblindet und es zu heilen ist unmöglich, weil es einfach keine Hilfe gibt! Das ist indiskutabel!"

So kennt man Stand Up-Comedian Mirja Boes gar nicht. Ihr ist ausnahmsweise nicht zum Lachen zu Mute: Im afrikanischen Sierra Leone lernt die zweifache Mutter als Patin von "RTL-Wir helfen Kindern" in einem Projekt der deutschen Lions Mabinty (4) und Morlai (7) kennen. Im Gegensatz zu Mirjas gesunden Söhnen leiden Mabinty und Morlai am Grauen Star. Die vierjährige Mabinty ist seit ihrer Geburt blind, der siebenjährige Morlai ist von vier Jahren erblindet. "Wie schrecklich muss es für die Kinder, aber auch für die Eltern der Beiden sein. Sie können nichts tun, um ihren kranken Kindern zu helfen. Selbst wenn sie das Geld für die heilende Operation hätten: Es gibt hier keine Kinder-Augenklinik. Die bestehenden chirurgischen Einrichtungen in Sierra Leone sind nur für Erwachsene geeignet. Kinder können dort nicht operiert werden", so Mirja Boes den Tränen nahe.

Aufgrund mangelnder Hygiene und Mangelernährung ist der Graue Star bei Kindern in Sierra Leone weit verbreitet. Es gibt schätzungsweise rund 3.500 blinde Kinder bis 14 Jahre, bis drei Mal so viele leiden unter Sehbehinderungen. Mirja Boes: "Stellt Euch vor, Euer Kind erblindet und es zu heilen ist unmöglich, weil es einfach keine Hilfe gibt! Das ist indiskutabel! Wir müssen etwas tun!"

Aus diesem Grund kämpft Mirja Boes gemeinsam mit "RTL-Wir helfen Kindern" und den deutschen Lions für den Bau einer kompletten kinderaugenmedizinischen Station mit Operationssaal, Behandlungsräumen und Bettenstation am "Lowell & Ruth Gess Eye Hospital" in der Hauptstadt Freetown. Heinz-Joachim Kersting, Vorstandssprecher des für die Lions durchführenden Hilfswerk der Deutschen Lions und ebenfalls mit Mirja Boes vor Ort: "Das Projekt wird außerdem mit Geräten und Equipment ausgestattet, um blinde und sehbehinderte Kinder adäquat behandeln zu können."

Zusätzlich wird ein komplettes medizinisches Team, speziell für die Behandlung von Kindern, aus- und weitergebildet. Ziel ist es dabei auch, in der Bevölkerung über Inklusion und Bildungsmöglichkeiten, wie Blindenschulen, Wissen zu vermitteln. "Ich wünsche mir von Herzen, dass Mabinty und Morlai dort schnellstmöglich operiert werden und danach ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Ich weiß, dass Morlai, so gerne zur Schule gehen und auch mal Fußball spielen möchte. Bitte helfen Sie und spenden Sie", appelliert Mirja Boes, die beim RTL-Spendenmarathon am 23./24. November 2017 ihr Projekt vorstellen und die Zuschauer zu Spenden aufrufen wird. 

Hintergrund:

Weltweit sind 39 Millionen Menschen blind und 246 Millionen Menschen sehbehindert, davon leben 90 Prozent in Entwicklungsländern. Durch Prävention und Behandlung könnte rund 80 Prozent geholfen werden. Als eine der häufigsten Ursachen für Erblindung bei Kindern gilt in Entwicklungsländern der angeborene Graue Star (Katarakt). In vielen Fällen von angeborenem Katarakt können die Ursachen nicht genau festgestellt werden. Es wird vermutet, dass viele Kinder wegen Mangelernährung von der Krankheit betroffen sind.

Grauer Star kann durch eine relativ kleine Operation behoben werden. Doch eine Operation bei Kindern zur Entfernung der Linsen-Trübung erfordert einen höheren Aufwand als bei Erwachsenen. Schon die Voruntersuchung und Diagnose dieser und anderer Augenerkrankungen gestaltet sich schwieriger, da Kinder nicht in der gleichen Weise mitarbeiten können wie ein erwachsener Patient.

Lions Deutschland

Für die deutschen Lions Clubs wird das Projekt vom Hilfswerk der deutschen Lions (HDL) in enger Partnerschaft mit der Christoffel-Blindenmission (CBM) umgesetzt. Beide Organisationen führen gemeinsam zahlreiche Projekte zur Blindheitsbekämpfung weltweit durch. Christine Lafeld, Deutschlandchefin der Lions zur Motivation der Hilfe an dieser Stelle: "Den Kindern in Sierra Leone Kindern das Augenlicht zu retten, sie damit gesund und stark ins Leben zu begleiten, das ist uns Lions ein Anliegen. In der Not nachhaltig zu helfen ist uns Lions immer ein Herzensangelegenheit!"

 "We serve" ("Wir dienen") ist das Motto von Lions Clubs International (LCI). Mit 1,4 Millionen Mitgliedern weltweit ist LCI eine der größten Nichtregierungsorganisationen. Übergeordnetes Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Neben sozialen Zielen fördern Lions auch kulturelle Projekte und setzen sich für Völkerverständigung, Toleranz, Humanität und Bildung ein.

Derzeit engagieren sich in Deutschland rund 52.000 Mitglieder in über 1.500 Lions Clubs ehrenamtlich für die Gemeinschaft und für Menschen in Not. Schwerpunkte des Engagements sind die Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie der weltweite Kampf gegen vermeidbare Blindheit und Armut. Seit 2011 bringen die deutschen Lions jedes Jahr 500.000 Euro für ihr augenmedizinisches Großprojekt beim RTL-Spendenmarathon aus den Reihen ihrer Mitglieder ein, also bisher 2,5 Millionen Euro.

Das Hilfswerk der Deutschen Lions koordiniert im Auftrag der deutschen Lions die Projekte beim RTL-Spendenmarathon. Seit dem Beginn der Kooperation 2011 kamen so über 10 Millionen Euro für die Hilfe vor Ort zusammen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) steuerte jeweils jährlich 500.000 Euro dazu. Das HDL unterliegt der unabhängigen Kontrolle des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und führt seit 2002 das DZI-Spendensiegel. - Weitere Informationen: www.lions-hilfswerk.de .

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