Taifun gefährdet Suzuka-Rennen

RTL-Wetterchef: Qualifying zum Japan-GP fällt ins Wasser - Stand heute

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9. Oktober 2019 - 12:30 Uhr

Super-Taifun Hagibis rollt auf Japan zu

Der Große Preis von Japan in Suzuka (Samstag ab 7 Uhr und Sonntag ab 6 Uhr live bei RTL und TVNOW) droht im Chaos zu versinken. Ein Super-Taifun rollt auf Japan zu - vor allem beim Qualifying am Samstag soll Land unter sein. Es wäre nicht das erste Mal, dass Sturm und Regen den Formel-1-Zeitplan in Suzuka durcheinanderwirbeln.

Schäden an der Infrastruktur befürchtet - Rennstart nicht sicher

Super-Taifun Hagibis soll laut aktuellen Prognosen am frühen Samstag den Süden und Südosten Japans erreichen - und damit auch den Großraum Suzuka, wo das Formel-1-Rennen stattfindet.

"Stand heute fallen am Samstag 100 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter bei einzelnen Böen von deutlich mehr als Tempo 100 – das bedeutet: Das Qualifying fällt nicht nur ins Wasser, sondern es müssen auch Schäden an der Infrastruktur befürchtet werden", sagt RTL-Wetterchef Christian Häckl. Zwar sei am Sonntag "der Spuk schnell wieder vorbei und es wäre trocken – ob auch fahrbar, ist auf Grund der großen Regenmengen und möglicher Schäden durch den Taifun nicht sicher."

Der Meteorologe macht den Formel-1-Fans aber auch zarte Hoffnung. "Schon eine Verlagerung des Taifuns um 300 Kilometer nach Osten würde reichen – und in Suzuka könnte das Qualifying gefahren werden", so Häckl.

Qualifying (wieder) am Rennsonntag?

Beim Automobil-Weltverband FIA gibt man sich trotz des aufziehenden Sturms (noch) relativ entspannt. "Wir haben die Situation ständig im Blick und arbeiten eng mit den Streckenbetreibern, dem japanischen Automobil-Verband und der Formel 1 zusammen, um zu reagieren, sollte es nötig werden, den Zeitplan zu ändern", teilte ein FIA-Sprecher auf RTL-Anfrage mit. Es sei nicht das erste Mal, dass der Japan-GP im Regen zu versinken drohe. "Die Prozeduren sind daher gut eingeübt."

Schon 2010 wirbelte das Wetter den Zeitplan des Suzuka-Rennens gehörig durcheinander. Wegen starken Regens sagte die Rennleitung das Qualifying ab. Die Zeitenjagd fand stattdessen am Sonntagmorgen vor dem Rennen statt - im Trockenen. Sebastian Vettel krallte sich (damals noch im Red Bull) die Pole Position und fuhr wenige Stunden später den Sieg ein.