RTL-Umfrage: 67 Prozent der Deutschen fordern härteres Vorgehen gegen Stalker

29. Mai 2013 - 13:43 Uhr

45-Jähriger erschießt Ex-Freundin und deren Schwester

Ein 45-jähriger Mann betritt einen Berliner Imbiss und eröffnet das Feuer auf seine Ex-Freundin und deren Schwester. Beide Frauen sterben durch die Schüsse des mutmaßlichen Todesschützen. Nachdem sie ihn verlassen hatte, hatte er die Frau monatelang bedrängt und ihr auch mit dem Tod gedroht. Eine Anzeige wegen Nötigung und eine Geldstrafe in Höhe von 600 Euro wurden gegen den Stalker verhängt. Verhindern konnte das die grausige Tat nicht. Laut der aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag von RTL fordern 67 Prozent der Deutschen einen besseren Schutz für Stalkingopfer.

Stalking, Stalkingopfer, Berlin-Neukölln
Am Mittwoch erschoss ein 45-jähriger Mann in einem Imbiss in Berlin-Neukölln seine Ex-Freundin und deren Schwester.
© dpa, Paul Zinken

Sie sind der Meinung, dass potenziell gefährliche, aber bisher noch nicht gewalttätige Stalker in Haft genommen werden sollen, um schwere Straftaten zu verhindern. Zwar sind laut der Umfrage nur acht Prozent der Bundesbürger schon einmal Opfer eines Stalkers geworden, doch in Zeiten des gläsernen Internet-Nutzers könnte diese Zahl in den nächsten Jahren noch deutlich steigen. Der Gesetzgeber ist zukünftig also gefragt, mehr für den Schutz potenzieller Stalkingopfer zu tun, um solche schlimmen Übergriffe frühzeitig zu vermeiden.