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RTL-Trendbarometer: Immer weniger Deutsche vertrauen Schule und Polizei

RTL-Umfrage

Deutsche vertrauen Schule und Polizei immer weniger

Eine Lehrerin steht in einem Klassenraum an einer Tafel und schreibt.
Laut RTL-Trendbarometer ist das Vertrauen in deutsche Schulen deutlich gesunken.
ass kde fux dna tba, dpa, Mohssen Assanimoghaddam

Viele Verlierer im RTL-Trendbarometer

Nur noch 53 Prozent der Bürger haben Vertrauen in die deutschen Schulen – satte 10 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Das belegt das RTL-Trendbarometer, für das Forsa das Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen abgefragt hat. Verlierer sind fast alle. Auch die Polizei, die ihren Spitzenplatz dennoch knapp verteidigen konnte.

Schulpolitische Themen bei Bürgern im Fokus

Weshalb kommen die Schulen in der Umfrage so schlecht weg? Dr. Peter Matuschek, Leiter Politik- und Sozialforschung bei Forsa, sieht den Grund dafür vor allem in intensiven Debatten über Integration, Inklusion und Lehrermangel. Diese hätten dazu geführt, dass das Thema Schule bei den Bürgern nicht nur im Fokus stehe, sondern auch zunehmend kritisch betrachtet werde, sagte er auf RTL-Anfrage.

Vertrauensverlust für fast alle gesellschaftlichen Institutionen

Das größte Vertrauen genießt nach wie vor die Polizei (78 Prozent), die aber 5 Prozent verliert. Dahinter rangieren Universitäten und Ärzte (je 77 Prozent). Am stärksten eingebrochen ist das Vertrauen in den Papst (-20 Prozent) und zur Bundeswehr (-13 Prozent). Ein Vertrauensplus gibt's für Unternehmer und Manager (je +3 Prozent) – allerdings war das Image bei beiden im Vorjahr stark eingebrochen. Zudem rangieren die Manager nur auf dem drittletzten Platz (9 Prozent); weniger vertrauenswürdig finden die Bürger nur noch den Islam (7 Prozent) und Werbeagenturen (4 Prozent).

Forsa-Chef Prof. Manfred Güllner: "Seit über einem Jahrzehnt fragen wir die Deutschen, wieviel Vertrauen sie zu den relevanten gesellschaftlichen Institutionen haben. Eine derart flächendeckende Vertrauenserosion wie in diesem Jahr haben wir in diesem Zeitraum noch nie gemessen." Die Gründe dafür sieht Güllner unter anderem in der mühsamen Regierungsbildung und dem Koalitionsstreit.

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Vertrauen in Institutionen Anfang 2019

Hier die Umfrageergebnisse im Überblick:

  • Polizei: 78 % (-5 im Vergleich zum Vorjahr)
  • Universitäten: 77 % (-3)
  • Ärzte: 77 % (-1)
  • Eigener Arbeitgeber: 66 % (-9)
  • Kommunale Unternehmen: 66 % (-6)
  • Meinungsforschungsinstitute: 56 % (-2)
  • Schulen: 53 % (-10)
  • Radio: 51 % (-5)
  • Krankenkassen: 46 % (-4)
  • Gewerkschaften: 46 % (-3)
  • Presse: 41 % (+1)
  • Bundeswehr: 40 % (-13)
  • Evangelische Kirche: 38 % (-10)
  • Sparkassen: 38 % (-5)
  • Papst: 34 % (-20)
  • Zentralrat der Juden: 34 % (-3)
  • Unternehmer: 30 % (+3)
  • Fernsehen: 27 % (-1)
  • Arbeitgeberverbände: 24 % (-2)
  • Katholische Kirche: 18 % (-9)
  • Banken: 18 % (-2)
  • Versicherungen: 18 % (+1)
  • Zentralrat der Muslime: 9 % (-4)
  • Manager: 9 % (+3)
  • Islam: 7 % (-2)
  • Werbeagenturen: 4 % (-1)