RTL-'stern'-Wahltrend: FDP stürzt ab – nur noch zwei Prozent für die Liberalen

11. Januar 2013 - 19:27 Uhr

Führungsstreit mit Folgen

Der Führungsstreit in der FDP hat drastische Folgen für die Liberalen: Laut dem aktuellen Wahltrend im Auftrag von RTL und 'stern' hat sich ihr Wert von vier Prozent vor Weihnachten halbiert. Das ist das schlechteste Ergebnis der Partei seit Mitte Februar 2012.

FDP Philipp Rösler
Das dürfte Philipp Rösler (FDP) gar nicht schmecken: Die FDP stürzt in der Wählergunst auf zwei Prozent ab.
© dpa, Marijan Murat

Die Union dagegen steigt um einen Punkt auf ein neues Rekordhoch von 42 Prozent. Im rot-grünen Lager büßt die SPD an Vertrauen ein: Sie sinkt um zwei Punkte auf 25 Prozent - ihren niedrigsten Wert seit Ende April 2012. Die Grünen wiederum verbessern sich um zwei Punkte auf 15 Prozent.

Die Linke steigert sich um einen Punkt auf neun Prozent. Die Piraten würden im theoretischen Fall einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag bei drei Prozent verharren - und lägen damit noch vor der FDP.

Merkel deutlich beliebter als Steinbrück

Zwar handelt es sich um eine bundesweite Umfrage, dennoch ist sie für die FDP auch mit Blick auf die Niedersachsen-Wahl am 20. Januar ein negatives Signal. Den Kritikern des angeschlagenen Parteivorsitzenden Philipp Rösler dürften die neuen Daten weiter Auftrieb geben - zumal die Befragten noch vor dem Dreikönigstreffen der FDP interviewt wurden.

Für die Union sind die 42 Prozent im Wahltrend der höchste Wert, seit Angela Merkel im Herbst 2005 zur Kanzlerin gewählt wurde. Zu Beginn des Wahljahres 2013 und ein dreiviertel Jahr vor der Bundestagswahl im Herbst hat die Union damit einen Vorsprung von 17 Punkten vor der SPD. Zwar ist sie alleine zwei Punkte stärker als SPD und Grüne zusammen (gemeinsam 40 Prozent), hätte aber gegen beide und die Linke insgesamt keine Mehrheit. Zur Regierungsbildung wäre sie also auf SPD oder Grüne als Koalitionspartner angewiesen.

Im direkten Duell zwischen der Bundeskanzlerin und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück würden 58 Prozent der Bürger Amtsinhaberin Merkel direkt wählen, wenn dies möglich wäre. Damit stieg Merkels Beliebtheit um sieben Punkte. Steinbrück hingegen verlor vier Punkte und bekäme nur 22 Prozent der Stimmen.