RTL-Stellungnahme zur Kritik von FIA-Präsident Jean Todt

FIA-Präsident Jean Todt
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25. November 2018 - 13:51 Uhr

Todt-Kritik in der 'Welt am Sonntag'

In einem Interview mit der 'Welt am Sonntag' hat Jean Todt, Präsident des Internationalen Automobilverbandes FIA, die Formel-1-Übertragungen des Senders RTL kritisiert. Er habe kürzlich den Großen Preis von Brasilien bei RTL verfolgt und sei dabei zum "maximal frustriertesten Fernsehzuschauer" geworden. Todts Begründung: "Weil ich mehr Werbung geliefert bekam als ein Formel-1-Rennen."

Stellungnahme von RTL-Sportchef Manfred Loppe

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RTL-Sportchef Manfred Loppe

Dazu nimmt RTL-Sportchef Manfred Loppe wie folgt Stellung: "Seit 1991 übertragen wir nun die Formel 1, das Geschäftsmodell ist seither immer das Gleiche geblieben. Wir sind nicht beitragsfinanziert und deshalb müssen wir unser Geld durch Werbung verdienen. Nur so sind wir in der Lage, den vielen Millionen Fans diesen hochattraktiven und entsprechend teuren Sport seit 27 Jahren kostenlos frei Haus liefern zu können – anders übrigens als in vielen anderen Motorsportnationen.

Der Gesetzgeber schränkt die Dauer von Werbung übrigens auf maximal 12 Minuten pro Stunde ein. Entsprechend ist Jean Todts Rechnung nicht richtig. Warum der FIA-Präsident sich nun ausgerechnet zum Saisonfinale via Zeitungsinterview mokiert, können wir nicht nachvollziehen, auch vor dem Hintergrund, dass RTL erst vor zwei Jahren im Rahmen einer FIA-Gala zum wiederholten Male als 'Broadcaster of the Year' ausgezeichnet wurde. Todts Aussage deckt sich auch nicht mit dem deutlichen Anstieg unserer Zuschauerzahlen in diesem Jahr und der großen Wertschätzung, die uns Lizenzgeber Liberty Media entgegenbringt."