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RTL-Reporter Weichert am serbisch-kroatischen Grenzübergang: So leiden Asylsuchende auf der Flucht

RTL-Reporter Weichert am serbisch-kroatischen Grenzübergang: So leiden Asylsuchende auf der Flucht

"Das sind wir von Syrien nicht gewohnt"

Temperaturen um den Gefrierpunkt und durchdringende Nässe: Am serbisch-kroatischen Grenzübergang Berkasovo muss man nicht lange suchen, um Menschen zu treffen, die wirklich frieren. Eine von ihnen ist Maram Darouzi. Die 25-Jährige ist mit ihrer Familie aus dem syrischen Ort Aleppo geflüchtet. Während der Reise ist sie so etwas wie der Boss der Familie. Denn sie spricht Englisch und hat auch die Organisation übernommen: An warme Jacken hat sie noch gedacht, doch es blieb keine Zeit mehr, um Winterschuhe aufzutreiben.

"Es ist so schwierig hier, mir tut meine Familie auch so leid, meine Cousine hier ist krank", sagt sie. Immerhin haben sie und ihre Familie geschlossene, wenn auch dünne Schuhe an – andere Menschen versuchen sich irgendwie, in Plastik umhüllt oder am Feuer oder in dünnen Zelten gegen die Nässe und Kälte zu schützen.

Für RTL-Reporter Jürgen Weichert ist an diesem Grenzübergang besonders spürbar: "5 Grad, nass, kalt und windig. Hart für alle, aber besonders leiden Frauen und Kinder darunter."

Man könne sagen: Die Flüchtlinge seien selbst schuld solch eine Flucht zu wagen. Ohne vernünftige Kleidung. Aber viele haben auf der Reise ihre Sachen verloren oder unterschätzten das Wetter. "Es ist so kalt und das sind wir von Syrien einfach nicht gewohnt", erklärt die erkrankte Cousine von Maram, deren Schuhe völlig durchnässt sind.

Maram hofft, dass sie bald die Grenze nach Kroatien passieren können. Was ihr Wunschziel ist, sehen Sie im Video.