RTL-Reporter trifft deutsche IS-Frauen im Gefängnis in Syrien

05. September 2018 - 16:26 Uhr

IS-Frauen wollen zurück nach Deutschland

Deutsche Islamistinnen, die nach Syrien zum IS gegangen sind, sitzen dort jetzt im Gefängnis. Einige von ihnen haben unter schlimmen Bedingungen ihre Kinder zur Welt bringen müssen. Sie hoffen nun, dass Deutschland sie da herausholt.

Frauen sitzen als Gefangene in kurdischen Lagern fest

Im Norden Syriens sitzen Dutzende deutsche Frauen als Gefangene in kurdischen Lagern fest. Sie hatten sich in den vergangenen Jahren dem sogenannten Islamischen Staat angeschlossen. Jetzt, nach dem Zusammenbruch des IS, wollen sie zurück in die Heimat – doch die deutschen Sicherheitsbehörden haben große Bedenken. Laut Angaben der Frauen, sei der Bundesnachrichtendienst schon vor Ort gewesen, jedoch haben sie danach nichts mehr von den Behörden gehört.

Kurdische Kommandeure sehen die Frauen als Terroristen an, weswegen die sie nicht so einfach freilassen werden. "Nur wenn Deutschland uns kontaktiert, dann würden wir sie gerne übergeben. Aber dann müssten sie auch in Deutschland vor ein Gericht kommen", sagt uns ein Kommandeur im Interview. RTL-Reporter Jürgen Weichert hat das Gefangenen-Lager in Syrien besucht und auch mit zwei deutschen IS-Frauen gesprochen. Wie die ihre Situation vor Ort empfinden, sehen Sie im Video.