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RTL/ntv-Trendbarometer: FDP-Umfragewerte nach Thüringen-Wahl stark gesunken

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Bundesweite FDP-Umfragewerte nach Thüringen-Debakel halbiert

dpatopbilder - 07.02.2020, Berlin: Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP spricht nach der Sitzung des Bundesvorstands zu den Journalisten. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Nach Ministerpräsidentenwahl in Thüringen - FDP-Chef Christian Lindner
ped hak, dpa, Britta Pedersen

FDP: Bis Mittwoch in Umfragen noch zehn Prozent, dann nur noch fünf

So stark hat das Thüringen-Debakel um die Ministerpräsidenten-Wahl von Thomas Kemmerich der FDP geschadet: Aktuellen Zahlen aus dem RTL/ntv-Trendbaroemter zufolge haben die Liberalen ihre bundesweiten Umfragewerte von Mittwoch auf Donnerstag halbiert. Bis zur Wahl-Posse mit AfD-Stimmen für Kemmerich Mitte der Woche lag die FDP laut forsa bei zehn Prozent in den Umfragen. Am Donnerstag und Freitag gaben nur noch fünf Prozent der Befragten an, bei der Bundestagswahl ihr Kreuz für die Partei von Christian Lindner setzen zu wollen.

Weniger Nichtwähler und Unentschlossene, AfD im einstelligen Bereich

Das Meinungsforschungsinstitut forsa befragt im Auftrag der Mediengruppe RTL werktäglich 500 Menschen zu ihrem Wahlverhalten. Dadurch lässt sich tagesgenau der Unterschied rund um die Thüringen-Ministerpräsidentenwahl nachzeichnen, wie forsa-Chef Manfred Güllner erklärt. Neben der Halbierung der FDP-Werte zeigt sich dabei auch, dass der Anteil der Unentschlossenen und Nichtwähler im Vergleich zwischen Montag bis Mittwoch und Donnerstag bis Freitag von 24 Prozent auf 17 Prozent gesunken ist.

Die stärksten Verluste hinter der FDP musste dabei die AfD (von elf auf neun Prozent) hinnehmen. SPD und Linke profitierten in der bundesweiten Befragung hingegen mit jeweils plus zwei Prozentpunkten, die Grünen mit plus eins. Die Union blieb - wie bereits seit Dezember 2019 in jeder Woche - bei 28 Prozentpunkten.

Im Video: Das denken die Deutschen über die Wahl in Thüringen

Wahl in Thüringen löst Coronavirus als wichtigstes Thema ab

Im RTL/ntv-Trendbarometer lösten zur Wochenmitte die Vorgänge in Thüringen das Coronavirus als wichtigstes Thema ab. Den forsa-Zahlen zur Folge hielten 54 Prozent der Bundesbürger bis Mittwoch das Coronavirus für vorherrschend. Ab Donnerstag hielten 56 Prozent die politischen Wirrungen in Thüringen für das wichtigste Thema. Die statistische Fehlertoleranz im RTL/ntv-Trendbaroemter beträgt 2,5 Prozentpunkte. Von Montag bis Mittwoch befragte forsa 1.502 Menschen, am 6. und 7. Februar gab es 1.001 Befragte.