Corona-Wirtschaftskrise

Unions-Fraktionschef: Müssen gezielt helfen, wo es brennt

Nicht nur Autobauer leiden

Das Corona-Virus ist noch nicht ganz unter Kontrolle, da ist der Streit über Lockerungen und Hilfen für die leidende Wirtschaft in vollem Gange. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus dringt in der Debatte um eine Ankurbelung der Wirtschaft auf einen effizienten Einsatz staatlicher Hilfen und regt deren Ausweitung über die Autoindustrie hinaus an - mehr dazu im Video.

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Keine Gießkannen-Politik

Jeder Euro werde „vernünftig eingesetzt werden“ müssen, „mit einer großen Präzision“, sagte er im „RTL/ntv Frühstart“. Deswegen „halte ich sehr wenig von Gießkannen“. Er halte aber „sehr viel davon, dass man da zielgenau reingeht, wo es brennt und das ist zum Beispiel die Gastronomie“.

Man müsse in den nächsten Wochen „sehr genau schauen“, wie sich die einzelnen Branchen entwickeln und „sehr gezielt auch entsprechend helfen“, sagte der CDU-Politiker weiter. Mit Blick auf etwaige Kaufanreize für die Autoindustrie sagte er, „wir müssen sehr vorsichtig sein“. Gebe man dieser Branche Anreize, „haben auch andere Branchen einen Anspruch darauf, was zu machen“.

Fördern mit Ökoperspektive

Im Fall der Autoindustrie forderte Brinkhaus zudem, Hilfen mit dem Thema Klima zu verknüpfen, denn das bleibe aktuell. „Wenn wir beides verbinden können, also einen wirtschaftlichen Aufschwung organisieren und was Gutes fürs Klima tun, etwa für ökologische Autos, dann wäre das nicht schlecht“, sagte er.

Zur Umsicht mahnte Brinkhaus ferner in der Diskussion über weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. „Wir haben gelockert, und es wird weiter gelockert“, sagte er. Man müsse aber „aufpassen, dass wir keinen Rückschlag haben“, denn wenn man „Sachen wieder beschränken“ müsse, wäre das „sehr, sehr teuer und sehr, sehr unangenehm“.

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