Kontaktsperre und Beschränkungen des öffentlichen Lebens

Forsa-Blitzumfrage: 90 Prozent der Bürger halten Corona-Maßnahmen für richtig

Eindrücke aus Sandhausen in Baden-Württemberg in den Tagen der Corona Kontaktsperre, Coronakrise, das Bild zeigt eine B
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06. April 2020 - 19:54 Uhr

9 Prozent finden Maßnahmen nicht richtig

Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, gelten bis zum 19. April in allen Bundesländern Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen, Geschäfts- und Schulschließungen, die zu einschneidenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens führen. Einer Forsa-Blitzumfrage im Auftrag von RTL/ntv zufolge halten fast alle Bürger (90 %) die angeordneten Maßnahmen für richtig. Nur wenige (9 %) finden demnach diese Beschränkungen nicht richtig. Bei den Anhängern der FDP und der AfD finden die angeordneten Maßnahmen etwas seltener Zustimmung als bei den Anhängern der übrigen Parteien.

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Ist die deutsche Politik in der Lage, die Krise zu meistern?

Insgesamt sagen 90 Prozent der Befragten: Ja! Dabei haben 47 Prozent der Bürger großes Vertrauen und 43 Prozent etwas Vertrauen, dass die Politik in der Lage ist, die Krise bestmöglich zu meistern. 10 Prozent haben kein Vertrauen, dass der Politik dies gelingt. Von den Anhängern der AfD traut fast die Hälfte der Politik nicht zu, die Krise bestmöglich zu meistern.

Die Hälfte der Bürger (50 %) hat außerdem großes Vertrauen, dass unser Gesundheitssystem so aufgestellt ist, dass eine ausreichende Versorgung der Erkrankten gewährleistet werden kann. 42 Prozent haben etwas Vertrauen, dass das Gesundheitssystem in Deutschland dazu in der Lage ist. 8 Prozent dagegen haben kein Vertrauen in das Gesundheitssystem.

40 Prozent der Smartphone-Nutzer würden Corona-Tracking-App nutzen

Kanzleramtschef Helge Braun rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Tracking-App der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den kommenden Tagen oder Wochen einsatzbereit ist. In der Befragung gaben 40 Prozent der Smartphone-Nutzer an, dass sie auf jeden Fall die sogenannte "Corona-App" zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten per Handy installieren und nutzen würden, sofern sichergestellt ist, dass der Datenschutz eingehalten wird und nur vollständig anonymisierte Daten weitergegeben werden. 36 Prozent der Smartphone-Nutzer geben außerdem an, dass sie in dieser App auf jeden Fall auch freiwillig angeben würden, wenn sie positiv auf Corona getestet wurden und weitere 34 Prozent würden sich, ihren eigenen Aussagen zufolge, dann auch auf jeden Fall freiwillig in Quarantäne begeben, wenn die App sie als Kontaktperson einer infizierten Person ermittelt hat.