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RTL/n-tv-Trendbarometer: Die AfD holt nach Asyl-Streit durch Friedrich Merz wieder auf

ARCHIV - 07.11.2018, Baden-Württemberg, Stuttgart: Christina Baum, Abgeordnete der Fraktion der AfD im Landtag von Baden-Württemberg ruft während einer Plenarsitzung im Plenarsaal dazwischen. (zu dpa "AfD-Spitze distanziert sich von Rechtsradikalen i
Christina Baum, Abgeordnete der Fraktion der AfD im Landtag von Baden-Württemberg. © dpa, Marijan Murat, mut jai

AfD gewinnt 2 Prozentpunkte

Der durch Friedrich Merz ausgelöste neue Streit über das Asylrecht nützt ausschließlich der AfD: Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer legt die Rechtspartei gegenüber der Vorwoche um 2 Prozentpunkte zu. CDU/CSU und Linke verlieren jeweils 1 Prozentpunkt. Zu Beginn der Woche hatten lediglich 8 Prozent der Befragten die Flüchtlingsfrage als wichtiges Thema bezeichnet. Am Ende der Woche, nachdem Merz das im Grundgesetz verankerte Recht auf Asyl zum Thema gemacht hatte, hielten 26 Prozent der Bundesbürger die Migration wieder für wichtig. Das gilt vor allem für Anhänger der AfD (62%).

AfD gewinnt Wähler nach Spendenaffäre zurück

"Die AfD profitiert jedes Mal, wenn ihr wichtigstes Thema – die Flüchtlingsfrage – kontrovers diskutiert wird. Sie hat am Ende der Woche viele Wähler, die sich in den Wochen zuvor wegen der Spendenaffäre und der Veröffentlichungen über rechtsradikale Umtriebe abgewandt hatten, aus dem Lager der Nichtwähler zurückgewinnen können. Deren Anteil sank gegenüber der Vorwoche um drei Prozentpunkte", so Manfred Güllner, Chef des Forsa-Umfrage-Instituts. 

Das wären die Wahlergebnisse, wenn aktuell Bundestagswahl wäre:

So würde das Ergebnis der Bundestagswahl aussehen, wenn aktuell gewählt werden würde.
So würde das Ergebnis der Bundestagswahl aussehen, wenn aktuell gewählt werden würde. © RTL

Bei einer Bundestagswahl ergäbe sich derzeit folgende Stimmverteilung: CDU/CSU 27 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 14 Prozent (20,5%), FDP 9 Prozent (10,7%), Grüne 23 Prozent (8,9%), Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 14 Prozent (12,6%). 5 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 21 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%).

Das Vertrauen in die Grünen wächst

Welche Partei wird am ehesten mit den Problemen in Deutschland fertig? Die Antworten auf diese Frage: 19 Prozent setzen ihr Vertrauen am ehesten in die CDU/CSU, 14 Prozent in die Grünen, 4 Prozent in die SPD, 10 Prozent in eine andere Partei und 53 Prozent in gar keine Partei.

Die aktuellen Werte belegen eine starke Verschiebung gegenüber dem Jahresanfang. Der "Kompetenzwert" der SPD hat sich seit Januar halbiert, der der Union ist um 8 Prozentpunkte gesunken. Die Grünen lagen im Januar noch bei 3 Prozent und sind mit einem Zuwachs von 11 Prozentpunkten bislang Gewinner des Jahres.

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