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RTL/n-tv-Trendbarometer: Azubis halten weniger von „Fridays for Future“ als Schüler und Studenten

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Azubis halten weniger von „Fridays for Future“ als Schüler und Studenten

People hold placards during a Fridays for Future march calling for urgent measures to combat climate change, in Monterrey, Mexico, September 27, 2019. REUTERS /Daniel Becerril
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Fridays for Future march in Monterrey
KFM, REUTERS, DANIEL BECERRIL

Doch nicht die Stimme der jungen Generation?

Ist die „Fridays for Future“-Bewegung die Stimme der jungen Generation? 70 Prozent der Schüler und Studenten bejahen diese Frage. Doch 56 Prozent der Auszubildenden und jungen Erwerbstätigen lehnen diese Einschätzung ab. ​

Erhebliche Unterschiede zwischen den Gruppen

Jeder dritte Schüler und Student (36%) hat nach eigenen Angaben bereits an einer "Fridays for Future"-Demonstration teilgenommen. Ein weiteres Drittel (34%) könnte "sich vorstellen, einmal teilzunehmen". 30 Prozent wollen nicht teilnehmen. Dagegen haben sich von den Azubis und jungen Erwerbstätigen nur 14 Prozent an einer „Fridays“-Demonstration beteiligt. 27 Prozent von ihnen können sich eine Beteiligung vorstellen, aber die Mehrheit (59 %) will nicht teilnehmen.

Auch ansonsten unterscheiden sich die beiden Gruppen der jungen Befragten teilweise erheblich. 38 Prozent der Azubis und Erwerbstätigen rechnen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse (Schüler und Studenten: 27%). Fast die Hälfte der wahlwilligen Schüler und Studenten (48%) würden derzeit bei einer Bundestagswahl grün wählen - bei den Azubis und jungen Erwerbstätigen wären es erheblich weniger (31%).

„Fridays for Future“ vertritt nicht die gesamte Jugend

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Die hohe Aufmerksamkeit, die der 'Fridays for Future'-Bewegung entgegengebracht wird, hat den Eindruck erweckt, es handle sich dabei um eine Vertretung der gesamten Jugend in Deutschland. Das ist falsch. Schüler und Studenten können sich aufgrund ihrer Privilegien eher an 'postmateriellen' Werten orientieren, während für Jugendliche, die in Ausbildung oder schon erwerbstätig sind, eher materielle, für die alltägliche Daseinsvorsorge wichtige Werte im Vordergrund stehen.“

Azubis interessieren sich mehr für Bildung, als für Klima

Schüler und Studenten sowie Auszubildende und junge Erwerbstätige sind auch in ihren Einschätzungen von Politik, Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Fragen häufig unterschiedlicher Auffassung. Für die große Mehrheit der Schüler und Studenten (82%) sind der Umwelt- und Klimaschutz die mit Abstand wichtigste Aufgabe der deutschen Politik, die meisten anderen Probleme erscheinen ihnen weniger wichtig.

Die 16- bis 25 Jahre alten Azubis und Erwerbstätigen dagegen halten neben dem Klimaschutz auch die Bildungspolitik, Friedenssicherung, Bekämpfung von Altersarmut und Kriminalität sowie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für „sehr wichtig“.